REVIEW: Mieke Miami „Montecarlo Magic“

Kreativer Lichtblick im drohenden Sommerloch: Mieke Miami gibt mit „Montecarlo Magic“ Gas, wo andere Künstler*innen lieber ausgiebig ihre Ferien genießen.

Die Welt ist verbunden! Und auch, wenn der eine oder andere das in erster Linie mit all den Problemen verbinden mag, die so eine Globalisierung mit sich bringt, gibt es durchaus auch Vorzüge daran zu entdecken. Musiker*innen wie Sabine Mieke Wenzls aka Mieke Miami ist es dadurch zum Beispiel möglich, auch fern der eigenen Heimat nach Inspirationen zu suchen und sich von fremden Kulturen, fernen Rhythmen und unbekannten Klängen kreativ anstoßen zu lassen – wobei das in Zeiten einer grassierenden Pandemie eher mental geschehen musste, gesteht Wenzls, die mit ihrer Familie in Brandenburg lebt. Aufgeschlossen und kontaktfreudig wirkt ihr Zweitwerk „Montecarlo Magic“ trotzdem. Nicht zuletzt, weil die Songwriterin es eben versteht, das Beste aus dem zu machen, was möglich ist. Geschickt überlagert und verschachtelt sie verschiedene Themen, Stile und Einflüsse. Mal prescht der Wilde Westen durch Songs wie „Way Out West“, mal hat man das Gefühl, mitten in einer loungigen Afterhour-Party gelandet zu sein („The Ambassador of Love“). Von psychedelisch bis rockig – „Montecarlo Magic“ und seine Schöpferin scheinen alles andere als festgelegt. Was soll man auch mit starren Schubladen, wenn einem eine ganze Kiste voller Ideen zur Verfügung steht? Mieke Miami kramt jedenfalls derart viele Einfälle hervor, dass man auch nach dem hundertsten Mal Hören noch etwas Neues entdecken kann.

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