Auf zu den Sternen: Mit „Protomensch“ lassen Felsmann + Tiley die Absurditäten unserer Spezies hinter sich und transzendieren zu übersinnlichen Sphären.
„Protomensch“ ist ein recht typisches Album für unsere Zeit. Warum? Weil es sich wie die Werke vieler Kolleg*innen mit der an Idiotie grenzenden Haltung der Menschen auseinandersetzt, trotz Umweltkatastrophen und der drohenden Unbewohnbarkeit unseres Planeten im wahrsten Sinne des Wortes weiter aufs Vollgas zu drücken, die Luft zu verpesten, die Atmosphäre zu erwärmen, die Meere zu verdrecken und die so wichtige grüne Lunge unserer Erde zu zerstören, indem wir ganze Ökosysteme zur Rohstoffgewinnung beseitigen. Ganz nebenbei sorgen Grausamkeiten wie Kriege dafür, dass sich die menschliche Rasse selbst ausrottet. Da ist es nicht verwunderlich, dass man hin und wieder den starken Drang verspürt, sich in eine Utopie zu träumen und die Schrecken des Hier und Jetzt für einen Moment auszublenden. Felsmann + Tiley geben mit ihrem zweiten Studioalbum genau dazu Gelegenheit, wenngleich neben nebulösen und interstellaren Klängen auch immer wieder bedrohliche Sequenzen eingewoben werden, beispielsweise in den Stücken „Opiod“ oder „Warnung“. Auch endet die Platte mit dem Track „Neuzeit“, der statt Hoffnung eher einen Aufprall auf den Boden der Wirklichkeit darstellt und mit seinen zischenden Drone-Sounds mehr Beunruhigung als Optimismus hinterlässt. Ein starkes Statement als Finale. Da empfiehlt es sich, erneut auf Play zu drücken und die LP noch einmal von vorne zu beginnen. Denn „Protomensch” steckt eben auch voll glitzernder Melodien und Harmonien, die der Seele Ruhe schenken. Wir Hörer*innen bekommen eine zeitgenössische Platte die Synthwave, Trance und Neoklassik mit Songwriter-Elemente kombiniert. The Kite String Tangle, Pet Deaths, Woodes und Laius beeindrucken derweil als Gäste mit Stimmen, die von Dominik Felsmann und Patrick Tiley ganz bewusst nach ihren Klangfarben und ihrer Emotionalität kuratiert wurden. Die Mischung aus überbordender Opulenz, scharfkantigen Störgeräuschen und einem Hauch von Zuversicht macht „Protomensch” zum Sinnbild der Fünf-vor-Zwölf-Stellung, in der die Menschheit aktuell zu verharren droht.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Snowhite PR zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
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Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Protomensch“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 15.02.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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