Wenn man denkt, nichts geht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtblitz her: „A Hum Of Maybe“ von Apparat ist der beste Beweis dafür, dass es immer ein „Weiter“ gibt. Nur braucht dieses manchmal Zeit.
Sascha Ring ist bei dem Fusionprojekt Moderat – zusammen mit dem Berliner DJ-Duo Modeselektor – seit dessen Gründung vorrangig für die Melodien zuständig. Er hat ein außergewöhnliches Talent, Harmonien und Dynamiken zu entwickeln, die in Kombination mit den richtigen Beats zu echten Klangspektakeln heranwachsen. Wenn dann noch Rings Stimme hinzukommt, die ebenso einzigartig wie speziell ist, ist die Illusion perfekt. Sein Solowerk, das unter dem Pseudonym Apparat veröffentlicht wird, ist jedoch nicht minder eindrucksvoll und sorgt immer wieder für Beifallsstürme bei Kritiker*innen und Publikum. Ein Beispiel ist der großartige Track „Goodbye“, der als Titelsong für die Netflix-Serie „Dark“ international gefeiert wurde. Doch Erfolg schützt nicht vor Stolpersteinen. Im Gegenteil. Nach fünf Alben – zuletzt „LP5“ im Jahr 2019 – fiel Sascha Ring in ein kreatives Loch. Plötzlich war ihm nichts mehr gut genug, um weiter daran arbeiten zu wollen, und er hatte den Eindruck, bereits all seine Potenziale ausgeschöpft zu haben. Dass dem keinesfalls so war, beweist nun „A Hum Of Maybe“. Die Platte ist entstanden, weil Sascha Ring im richtigen Moment die richtige Entscheidung getroffen hat und sich von dem Druck befreite, den er sich vor allem selbst gemacht hatte. Anstatt ein konkretes Ziel im Kopf zu haben – sprich eine Platte oder einen anderen Release – setzte er sich einzig die Auflage, täglich an einer musikalischen Idee zu werkeln, auch wenn er diese anschließend verwarf. So entstand Raum für wahre Kreativität. Jahre verstrichen, bis Ring schlussendlich auf die Entwürfe zurückgriff und sie derart zu ihm sprachen, dass er ein grundlegendes Motiv darin erkennen konnte. Nämlich dass es am Ende die Liebe ist, die uns in aufregenden, krisengebeutelten Zeiten zusammenhält. Sei es die Liebe zur Kunst, zur Familie oder zum Leben an sich. „A Hum Of Maybe“ transportiert diese Erkenntnis mit fast schon prophetischem Nachdruck. Dabei verschmelzen technoide Elemente mit organischen Klängen (Cello-Arrangements, Posaune oder Klavier), Rings emotionalen Gesängen oder auch einem fröhlich ausgerufenen „Hallo, hallo!” seiner Tochter im Track „Enough For Me”. Die Platte scheint zu atmen. Befreit von der Last, die Ring längere Zeit auf seinen Schultern spürte und die er mit seinem fast schon therapeutischen Vorgehen Stück für Stück hinter sich lassen konnte. Immer wieder verändern sich Rhythmik und Stilistik und halten von der ersten bis zur letzten Sekunde die Spannung. Ein wirklich starkes Album, das uns zeigt, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben, sondern lieber aus dem alltäglichen Trott auszubrechen und die Perspektive zu wechseln!

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Mute Records zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „A Hum Of Maybe“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 22.02.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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