REVIEW: Sarah Blasko „Depth Of Field“

In Sachen Synthie-Pop macht Sarah Blasko so schnell niemand etwas vor. Auf ihrem sechsten Studioalbum „Depth Of Field“ zeigt die Australierin, dass Discobeats eine hervorragende Untermalung für sensible Texte darstellen können.

Als Tochter zweier Missionare war es die Kirche, in der Sarah Blasko ihre Liebe zur Musik entdeckte. Das gemeinsame Singen im Chor bot ihr ein Gefühl von Zugehörigkeit, das der Glaube selbst, mit all seinen Regeln und Dogmen, nicht zu vermitteln vermochte. Irgendwie passte die Heranwachsende nicht in die Welt, der sich ihre Eltern mit vollstem Einsatz verschrieben hatten. Und so trat sie mit Erreichen der Volljährigkeit aus der Kirche aus und widmete sich stattdessen ihrer Leidenschaft fürs Komponieren und Performen. Wenngleich Sarah Blasko in ihrer Heimat eine gewisse Bekanntheit erlangen konnte, blieb der riesige Durchbruch in Europa, trotz Hitsingles wie „We Won’t Run“ oder einer Kollaboration mit Angus & Julia Stone, leider aus. Dennoch gibt es auch hierzulande genug Menschen, die die 42-Jährige für ihre markante Stimme und ihre eigenwillige Pop-Interpretation zu schätzen wissen. Spätestens seit der Veröffentlichung ihres 2015er Albums „Eternal Return“ gesellte sich zu Blaskos Gespür für eingängige, aber nie abgehalfterte Melodien eine neue Tragik, eine neue Ernsthaftigkeit hinzu. Diese durchzieht auch „Depth Of Field“ vom lodernden Opener „Phantom“ über das ausschweifende „Savour It“ bis hin zu Tracks wie „Read My Mind“, einer Ballade, die wahrlich alles zu bieten hat, was ein geschundenes Herz braucht, um heilen zu können.

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