REVIEW: Lea Porcelain „Choirs To Heaven“

Post-Punk-Wunderkinder: Lea Porcelain beweisen mit „Choirs To Heaven“, dass sie alles andere als musikalische Eintagsfliegen sind.

„In der Musik wie in der Poesie sind dem Denken und Träumen keine Grenzen gesetzt“, erklären Produzent Julien Bracht und Sänger Markus Nikolaus. Treffender ließe sich auch der Geist ihres Zweitwerks „Choirs To Heaven“ nicht beschreiben. Lea Porcelain erweitern darauf ihren Sound um ein paar spannende Nuancen. Fügen ihm mal härtere, mal sanftere Akzente hinzu und beleben gleichzeitig das Erbe von Acts wie The Jesus and Mary Chain wieder. Monumental, transzendent und doch kantig: Die neue LP besticht durch ihre stilistische Wendigkeit. Wie bereits auf dem Vorgänger „Hymns To The Night“ (2017) verwehren sich Nikolaus und Bracht allzu stereotyper Klangmuster und brechen konsequent mit den Grenzen von Post-Punk, Shoegaze und Rock. Der Grundton der Platte wirkt indes – trotz Chören und Dreampop-Sequenzen – düsterer als in der Vergangenheit. Hinzukommen philosophisch-literarische Querverweise und Referenzen. Es ist keine einfache Kost, die dem Hörer hier offeriert wird. Vielmehr handelt es sich bei „Choirs To Heaven“ um ein opulentes Festmahl, dessen einzelne Zutaten zwar dann und wann für Irritationen sorgen mögen, die im Gesamtkontext aber einen extrem einzigartigen Nachgeschmack hinterlassen.

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