REVIEW: LIE NING „utopia“

Mal samtig, mal rau wie Schmirgelpapier: LIE NING illustriert mit «utopia» die Vielschichtigkeit emotionaler Gedankenwelten.  

Als kreatives Multitalent mit samtiger Falsettstimme versteht es Lie Ning, sich und seine düster schillernden Disco-Soul-Sounds gekonnt in Szene zu setzen. «utopia» ist der erste Longplayer des Mittzwanzigers. Bei der Produktion setzte er bewusst auf die Hilfe eines Teams aus queeren schwarzen und FLINTA*-Personen, um ein Gegengewicht zu dem von weissen cis Männern dominierten Popbusiness zu schaffen. Stilistisch erinnert die Platte gleichermassen an Werke Anohnis, Years & Years‘ und Woodkids.

*Die Abkürzung FLINTA steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen

Diese Review ist in der aktuellen Printausgabe des Mannschaft Magazins erschienen.


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