Portugal. The Man gedenken einem lieben Menschen: „Chris Black Changed My Life“ ist Hommage und packendes Hörerlebnis zugleich.
Portugal. The Man zählen zu den Bands, die als klassische Indie-Acts zuerst den Underground für sich gewinnen konnten, dann aber plötzlich den Mainstream enterten und nun aus beiden Welten kaum mehr wegzudenken sind. Mit ihrem eigenwilligen Gemisch aus Pop, Punk, Psychedelica, Progressive, Indie und anderen Genres treibt die aus Alaska stammende Formation regelmäßig die Klick-Zahlen verschiedenster Streaming-Anbieter in die Höhe und schafft es auch nach wie vor, dank der Verkäufe physischer Tonträger und Konzerttickets ihre Brötchen zu bezahlen. „Chris Black Changed My Life“ ist das zehnte Studioalbum von Portugal. The Man. Doch nicht nur das! Die LP fungiert gleichzeitig als eine Art Ehrung eines der Band nahestehenden Freundes, der 2019 verstarb. Für die Platte haben Frontmann John Gourley und seine Kolleg*innen metaphorisch gesehen ordentlich Wüstensand aufgewirbelt und ihr eh schon breites Klangspektrum mit folkig-countryesken Impulsen angereichert, gleichzeitig aber auch Autotune-Sequenzen, Saxophon-Passagen, Hard-Rock-Momente und theatralische chorartige Gesänge in die Songs eingewoben. Mehr geht nicht! Nun, bis auf das Mitwirken zahlreicher Gäste wie zum Beispiel dem Unknown Mortal Orchestra. Zwar sind Portugal. The Man nicht mehr die verrückte, komplett unberechenbare Truppe der Anfangstage, doch kann man ihnen keineswegs vorwerfen, dass sie sich nicht immer wieder neu erfinden würden. „Chris Black Changed My Life“ ist hart wie zart, laut wie leise, bedacht wie leichtsinnig. Eine Platte, die locker als Soundtrack eines bewegten Lebens herhalten kann.


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