Skeletens „Under Utopia“ ist von Grund auf hoffnungsvoll. Ein Album, das die Schönheit des Lebens feiert, und das bedingungslos.
Viele von uns sehen der Zukunft mit eher düsteren Gedanken entgegen. Kriege, Finanzkrisen, der drohende Klimakollaps – es ist schwer, da optimistisch zu bleiben. Und doch gibt es sie, jene Gemüter, die sich damit beschäftigen, das Unmögliche für möglich zu halten, anstatt sich lähmenden, dystopischen Fantasien hinzugeben. Russell Fitzgibbon aka Skeleten gehört zu diesen. Der Australier betrachtet das metaphorische Glas lieber als halbvoll denn halbleer. Folglich hat er auch beschlossen, seine Musik in den Dienst der Zuversicht zu stellen. Und so schenkt er uns dieser Tage mit seinem Debütalbum „Under Utopia“ ein Werk, das Wärme und Energie ausstrahlt. Wohlwollende Synthesizermelodien rahmen matraartige Texte, in denen eine Sehnsucht wohnt. Der Wunsch danach, Menschen miteinander zu verbinden und ihnen das Angebot zu unterbreiten, gemeinsam durch die Nacht zu tanzen, derweil im Hintergrund Songs erklingen, die neben Ambient und Chill-Out-Einflüssen auch Funk-, Tropical-, R’n’B- und Indiepop-Nuancen enthalten. „Under Utopia“ ist dank dieser Mischung leichtfüßig und vermag es, die Seele zu beflügeln. Schnell sind Ärger, Traurigkeit, Angst und Schuld vergessen und machen Platz für eine Palette positiverer Gefühle. Skeleten transportiert damit, wonach er sich während der Entstehung des Albums – in Zeiten der Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie – am meisten sehnte: Vertrauen, dass nach dem Sturm die Sonne wieder aufgehen wird.


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