REVIEW: Moyka „Movies, Cars and Heartbreaks“

Zukunftsgewandter Poptron in Tradition gefeierter Wegbereiter: Mit „Movies, Cars and Heartbreaks“ eifert Moyka selbstbewusst einigen der größten Stars der nordischen Länder nach.

Fangen wir beim Offensichtlichen an: Moykas Sound klingt, als hätte man das Gesamtwerk von ionnalee (iamamiwhoami), Aurora, Röyksopp und Susanne Sundfør zusammengeschmissen und mit einer ordentlichen Portion Power-Pop abgemischt. Vielleicht kein Zufall, kommt die aufstrebende Newcomerin schließlich auch aus Skandinavien, beziehungsweise sogar wie der Großteil der genannten Kolleg*innen aus Norwegen. Ihr zweites Album „Movies, Cars and Heartbreaks“ ist ein Werk, das Trends der alternativen Dance/Electronica-Szene aufgreift und gekonnt für sich zu nutzen weiß, wenngleich es weder Genregrenzen neu definiert noch einen Stil etabliert, den es bis dato nie gegeben hat. Auch kann es mit der Finesse der anfangs erwähnten Künstler*innen nicht mithalten. Nur muss das auch nicht immer der Anspruch sein. Der Platte ein Ohr zu schenken, lohnt trotzdem, ist sie doch gleichermaßen für die Club-Tanzfläche wie als motivierende Hintergrundmusik für den lästigen Hausputz geeignet. „Movies, Cars and Heartbreaks“ überzeugt durch seine geschliffene Produktion und energetisierende Dynamik. Bereits Vorboten wie „Rear View“ oder „Don’t Turn Around“ machten klar, welches Hitpotenzial Moyka heraufzubeschwören weiß. Ob das neben der Indie-Szene auch der Mainstream irgendwann zu schätzen wissen wird, bleibt abzuwarten. Auszuschließen wäre es jedenfalls nicht. 


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