Frenetisch arbeitet sich Sandra Kolstad an der tonalen Bandbreite des Klaviers ab und erweitert deren Spektrum auf „SOFT HARD“ um elektronische Elemente.
„SOFT HARD“ – beim Titel des siebten Albums von Sandra Kolstad würde man vermutlich nicht sofort an eine Pianoplatte denken. Aber genau das ist „SOFT HARD“ – zumindest mehr oder weniger. Genau genommen verrät der Titel das sogar. Denn das italienische Wort für Klavier ist „pianoforte“, also „weich und hart“. Kolstad, die ursprünglich gerne am Klavier komponierte und spielte, hat sich im Laufe ihrer umfangreichen Karriere immer mehr in elektronische Gefilde vorgewagt und das Instrument mit den schwarz-weißen Tasten hin und wieder ein wenig aus „den Ohren verloren“. Für „SOFT HARD“ kehrte sie jedoch wieder zu ihm zurück und schöpft die gesamte Klangpalette des Klaviers – mit der beschriebenen Zartheit, aber auch Wucht – aus. Wer nun aber glaubt, die Norwegerin würde alles auf Anfang stellen und ein reduziertes Akustik-Album präsentieren, der irrt. Vielmehr verbindet sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander und schmiedet daraus die Zukunft. „SOFT HARD“ ist ein Gigant von einem Album. Die LP greift die filigrane, organische Ästhetik des Klaviers auf und verzerrt sie mit wummernden Bässen und scheppernden Synthesizern. Fantastisch! Kolstad präsentiert sich auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Dynamisch und unerschrocken. In der Tradition gefeierter Meisterinnen des Avant-Pop wie Kate Bush oder Björk. Namen, die wie zu große Schuhe klingen, aber die 39-jährige Osloerin weiß sie auszufüllen!


Hat mich sofort! *Hach*…. berührt mich doch seeeeeeehr! Macht mir Tränen, Gänsehaut und was weiß ich noch alles!