Almost Twins haben die Leichtigkeit des Sommers destilliert und kontrastieren sie mit gewichtigen Texten: „Hands / Trees“.
Kulturell ist Leipzig seit Jahrhunderten ein Zentrum für Literatur, Musik und Theater. Das Flair erinnert an Berlin, nur dass alles etwas aufgeräumter und übersichtlicher ist. Max Grüner zog vor einiger Zeit in die sächsische Metropole und hat sich von ihrer kreativen Ausstrahlung anstecken lassen. Er atmete den Geist Goethes, Schillers, Bachs und Fechners und schrieb zwischen Völkerschlachtdenkmal, dem Szeneviertel Connewitz und dem geschichtsträchtigen Auerbachs Keller zehn Songs, die sich allesamt mit persönlichen Erfahrungen, kleinen und großen Identitätskrisen und dem Menschsein auseinandersetzen. Musikalisch hat er für die Vertonung seiner Ideen Laurenz Welten (Saxofon, Klarinette), Valentin Mühlberger (Wurlitzer, Synth), Arne Imig (Bass) und Raphael Schuster (Schlagzeug) gewinnen können. Vier Musiker, die auf Anhieb seine Klangvisionen teilten. Nämlich folkig angehauchten Indie-Pop zu machen, der in weiten Teilen an die Kings of Convenience, Feist oder die Villagers erinnert. Warm, organisch und sanft wie eine Sommerbrise. Als Almost Twins – ein Pseudonym, mit dem die Band ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen will – veröffentlicht das Quintett nun sein Debütalbum „Hands / Trees“. Dieses glänzt neben seiner instrumentalen Finesse vor allem durch Grüners lyrisches Geschick. Sowohl auf Englisch als auch in seiner Muttersprache („Geister“) findet der Songwriter Worte, die wie kleine Gänsehautschauer über das Gemüt laufen. Angenehm prickelnd, getragen von wunderschönen Harmonien und Melodien. Man kann gar nicht anders, als sich schlagartig in „Hands / Trees“ zu verlieben!


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