REVIEW: Metronomy „Posse EP Volume 2“

Ernsthafte Konkurrenz für Damon Albarn und seine Gorillaz: Joseph Mount von Metronomy zeigt mit der „Posse EP Volume 2“, was er als Produzent drauf hat, wenn er sich in die musikalischen Welten anderer eindenkt.

Mit der „Posse EP Volume 1“ brach Joseph Mount, Gründer und kreativer Kopf hinter Metronomy, 2021 schon einmal deutlich mit der Ästhetik, die man von seinem Projekt und Erfolgsalben wie „Nights Out“ (2008) oder „The English Riviera“ (2011) gewohnt ist. Und weil das nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Mount selbst für gute Laune sorgte, war es nur eine Frage der Zeit, bis es eine Fortsetzung geben würde. Jetzt ist es soweit: Die „Posse EP Volume 2“ ist da! Für diese arbeitete der Brite erneut mit unterschiedlichsten Kolleg*innen zusammen – namentlich Miki, Faux Real, Nourished By Time, Lynks, SPIDER, Master Peace und TaliaBle. Dabei ging es nicht darum, diese als Feature-Acts zu nutzen, um Songideen für Metronomy aufzupolieren, sondern vielmehr darum, sich in deren ganz eigene Stile und Identitäten hineinzuversetzen. „Posse EP Volume 2“ ist folglich eine kleine Werkschau, wie die Tracks besagter Künstler*innen klingen, wenn Joseph Mount hinter den Reglern und mit am Schreibpult sitzt. Ganz bewusst will der Brite damit aufstrebenden Newcomer*innen die Chance geben, von seiner Reichweite zu profitieren. Wie gut das funktionieren kann, wird klar, wenn man sich die Erfolge anschaut, die die Vertreter*innen der „Posse EP Volume 1“ nach deren Veröffentlichung feiern durften. Gleichzeitig profitiert aber auch Joseph Mount davon, die eigene Komfortzone zu verlassen und neuen kreativen Input zu erhalten. Von melancholisch bis heiter, von tanzbar bis nachdenklich, von Understatement bis Übertreibung – die „Posse EP Volume 2“ bietet einen fantastischen Rundumschlag durch das aktuelle Popgeschehen und überlässt spannenden Talenten das Rampenlicht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was sie allerdings eint, ist die Gewissheit, mit Mount in begnadeten Produzentenhänden zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass die EP-Reihe „Posse“ zu einer festen, regelmäßig Inhalte produzierenden Instanz wird.


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