REVIEW: Foster The People „Paradise State Of Mind“

Eine Platte voller potenzieller Sommerhits: „Paradise State Of Mind“ von Foster The People.

Zwar konnten Foster The People die Messlatte, die sie mit ihrer 2010er Hitsingle „Pumped Up Kicks“ sehr hoch gelegt haben, bisher nicht überspringen, aber hörenswerte Musik macht das mittlerweile zum Duo geschrumpfte Indie-Pop-Phänomen immer noch. Das beweist auch Album Nummer 4! Es ist eine Platte, die sich an einem „Crossover aus Disco, Funk, Gospel, Jazz und all diesen Sounds der späten 70er Jahre“ versucht, wie es Frontmann Mark Foster selbst beschreibt. Tatsächlich klingen die Songs auf „Paradise State Of Mind“ aber gar nicht so sehr in der Vergangenheit verhaftet, wie diese Aussage vermuten lässt. Denn obwohl sie ihre Hauptinspiration aus dem akustischen Gestern beziehen mögen, warten die elf Stücke durchweg mit frischen, keinesfalls verstaubten Instrumentierungen und Rhythmen auf. Ganz in der Tradition von Acts wie Justice, Broken Bells oder Empire of the Sun. Foster The People ist es gelungen, sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig das eigene Vermächtnis mit psychedelisch-elektronischen Einflüssen aufzupolieren. Denn so fiebrig und schräg klangen die Nummern der Amerikaner noch nie. Da ist Spaß vorprogrammiert. Es fällt extrem leicht, sich auf die LP einzulassen. Schon nach wenigen Takten kann man gar nicht anders, als euphorisch durch die Gegend zu tanzen und sich vorzustellen, wie man in buntes Licht getaucht förmlich über den Boden des Lieblingsclubs schwebt. „Paradise State Of Mind“ steckt voller Wärme und Energie. Genug, um den kommenden Herbst und Winter zu überstehen. Freiheit entsteht schließlich im Kopf!


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