REVIEW: B O D I E S „B O D I E S“

Ein Album der besonderen Art: Trotz seines reduzierten Ansatzes überzeugt «B O D I E S» von Kat Frankies gleichnamigen Ensemble durch Kraft und Extravaganz.

Wozu braucht man Instrumente, wenn man auch mit Händen, Füßen und Stimmbändern – also mit dem Körper – Klänge erzeugen kann? Kat Frankie hatte schon immer ein Faible für A-cappella-Songs und baute diese gerne in ihre Konzerte ein. Irgendwann entstand dann die Idee, ein eigenständiges daraus Konzept zu entwickeln. B O D I E S war geboren. Gemeinsam mit sechs nicht minder talentierten Kolleginnen aus der feministisch-queeren Berliner Musikszene trat die Australierin in der Folge in Locations wie der berühmten Elbphilharmonie auf und hat nun ein erstes Album realisiert: Das selbstbetitelte «B O D I E S». Neun A-capella-Titel sind darauf zu finden, die zum Teil schon während früheren Tourneen live zu hören waren, zum Teil aber auch zum ersten Mal auf der Platte zu finden sein werden. Was «B O D I E S» so faszinierend macht, ist seine klare, schnörkellose Schönheit. Jede Melodie steht für sich und versteckt sich nicht hinter aufgeplusterten Produktionen. Die intelligenten, gesellschaftskritischen Texte von Kat Frankie schweben derweil über den intimen, berührenden Harmoniegesängen von Albertine Sarges, Barbara Greshake, Erika Emerson, Fama M’Boup, Liza Wolowicz, Tara Nome Doyle und Trinidad Doherty. 

Diese Review ist in der aktuellen Printausgabe des Mannschaft Magazins erschienen.


Kommentar verfassen

Entdecke mehr von EINEN HAB ICH NOCH

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen