WIN: Yann Tiersen „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“

Divers, diverser, Yann Tiersen: Mit „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ setzt der Komponist und Multiinstrumentalist seiner Experimentierfreude die Krone auf.

Statt noch einmal zu erklären, woher man den Franzosen Yann Tiersen kennt, macht es viel mehr Sinn zu erklären, warum es sich lohnt, sich mit seinem Gesamtwerk statt einzig seiner Filmscore-Erfolge zu beschäftigen. Denn stärker als viele seiner Kolleg*innen hat Tiersen in seiner Karriere wieder und wieder Tabula rasa gemacht und sich stilistisch von einer Ecke des Spektrums zur anderen bewegt. Nein, er hat sich buchstäblich von einer Seite auf die andere teleportiert. Denn wenn der Mittfünfziger ein neues Album ankündigt, ist das wie das Öffnen einer Wundertüte. Man weiß erst, was einen erwartet, wenn man genauer hinschaut beziehungsweise hinhört. Nachdem er sich auf „Kerber“ (2021) der experimentellen, elektronischen Musik hingab, ist „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ sowohl eine Rückbesinnung auf seine Kernkompetenzen als auch eine Integration und Weiterentwicklung seiner vielfältigen Interessen und Talente. Tatsächlich handelt es sich um ein zweigeteiltes Album, wie der Titel bereits vermuten lässt. Die erste Hälfte – vom Opener „Ninnog“ bis zum achten Track „Caledonian Canal“ – ist geprägt von teils reduzierten, teils verspielten, aber dennoch äußerst ausdrucksstarken Klavierkompositionen. Sie stellen eine Art Reminiszenz an die Stücke dar, mit denen Yann Tiersen weltberühmt wurde. Im zweiten Teil bringt Tiersen hingegen erneut seine Liebe zu Synthesizern und elektronischen Instrumenten zum Ausdruck und verbindet somit artifizielle und organische Klangwelten. Schließlich treffen auch in der realen Welt immer mehr analoge und digitale Elemente aufeinander und müssen lernen, miteinander zu leben. „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ fängt also auch ein Stück Zeitgeist ein oder spiegelt ihn wider. Dabei kommt das Album fast gänzlich ohne Worte aus – bis auf einen Gesangspart seiner Frau Émilie Quinquis und Ausschnitte aus der berühmten „¡No Pasarán!“-Rede der spanischen Antifaschistin Dolores Ibárruri. Yann Tiersen ist seit jeher ein Aktivist, der mit seiner Kunst auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam macht – von Kriegen bis zur Klimakrise. Als jemand, der unseren Planeten ausgiebig bereist und erforscht hat, schöpft er Wissen und Inspiration aus den unterschiedlichsten Quellen. So basiert „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ auf einem zweimonatigen Segeltörn, dessen Zwischenstopps – im wahrsten Sinne des Wortes – in die Songtitel eingeflossen sind. Aber auch die unterschiedlichen Stimmungen des Meeres, dieser Urgewalt, hat Tiersen hervorragend eingefangen. Vor allem der elektronische Teil „The Liquid Hour“ nutzt eine Bandbreite, die von sanften, wiegenden Ambientklängen bis hin zu massiven, von auditiven Gewittern aufgepeitschten technoiden Passagen reicht. Fullminant und bewegend in jeder Hinsicht!



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Rewika Promotion zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an kontakt@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 06.04.2025. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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