Exponiert: Auf „Chin Up Buttercup“ stellt sich Austra der Macht der Gefühle und animiert ihre Hörer*innen, es ihr gleichzutun.
In den letzten 20 Jahren ist das Bewusstsein dafür, dass man nicht nur körperlich, sondern auch seelisch krank sein kann, gewachsen. Worte wie Depressionen, Angststörungen oder Sucht aus- bzw. anzusprechen, ist kein Tabu mehr, sondern findet zunehmend Einzug in den öffentlichen Diskurs. Dass dies nicht nur wichtig, sondern essenziell ist, um Menschen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen, zeigen immer mehr Beispiele. Wie auch das der kanadischen Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin Katie Stelmanis. Mit ihrem Projekt Austra hat sie sich bereits in der Vergangenheit mit Themen befasst, die manch einem unbequem erscheinen dürften. Man denke da nur an queere oder feministische Aspekte. Austras neuestes Album „Chin Up Buttercup” ist jedoch trotzdem das intimste und gewagteste bis dato, da die Texte eine persönliche Krise verarbeiten, die Stelmanis ohne professionelle Hilfe kaum hätte bewältigen können. Um den nötigen Abstand zur eigenen Situation zu gewinnen und das Erlebte aus einer objektiveren Perspektive betrachten zu können, wählte sie die Kunstfigur Buttercup, auf die sie ihre Situation projizierte. Buttercup ist nun also der Mittelpunkt des lyrischen Geschehens der Platte. Mithilfe durchdachter, tiefgründiger Texte und spannungsgeladener Kompositionen wird sie aus den verschiedensten Winkeln beleuchtet, um zu ergründen, was Verletzlichkeit in ihrer Essenz bedeutet. „Chin Up Buttercup“ versucht nicht, sich den Emotionen zu entziehen oder sie wegzudrücken, sondern sich ihnen vollends zu stellen, um ihre Botschaften zu verstehen. Darin liegt nämlich der Schlüssel zur Besserung und Heilung. Gefühle sind Dinge, die uns mitteilen, was wir brauchen und wo unsere unerfüllten Bedürfnisse liegen. Die zehn Titel machen erlebbar, was das bedeutet, und laden ein, sich auf verschiedene melodische und rhythmische Dynamiken einzulassen. Die Bandbreite reicht von eher theatralisch-melancholischen Sequenzen (z. B. der Opener „Amnesia“ und „Siren Song“) über ironisch-humoristisch wirkende Tracks (wie „Think Twice“ oder der Titeltrack „Chin Up Buttercup“) bis hin zu clubtauglichen Hymnen („The Hopefulness of Dawn“, „Math Equation“). Angesiedelt in einem stilistischen Kosmos, der New Wave, Electronica, Avantgarde und Mathpop bündelt – wie auch bei früheren Werken – entstand „Chin Up Buttercup“ zusammen mit dem befreundeten Produzenten Kieran Adams. Dabei stellt die LP keinesfalls einen Wiederaufguss dar, sondern überrascht einmal mehr durch frische Impulse, kleine Weiterentwicklungen und vor allem durch Stelmanis extremes Talent. Durch und durch hörenswert!

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Domino Recordings zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Chin Up Buttercup“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 16.10.2025. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Kommentar verfassen