WIN: Yael Naim „Solitaire“

Wenn sich ein Entwicklungsprozess in der Kunst niederschlägt: Die Songs auf „Solitaire” von Yael Naim klingen anders als zuvor und wecken genau dadurch Interesse. 

Während sich Konflikte zwischen Ethnien, Religionen, Nationen oder Kulturen entzünden und den vermeintlichen Liberalismus , den wir vor allem in den 90er und 00er Jahren in Deutschland und Europa verspürt haben, ins Wanken bringen, schicken sich Künstler*innen wie Yael Naim an, statt auf unsere Unterschiede auf unsere Gemeinsamkeiten hinzuweisen. Mit den Zeilen „Multicolor heart, multicolor brain, multicolor sex, multicolor love, multicolor nature, multicolor human, multicolor animals, multicolor laugh“ (zu Deutsch: „Mehrfarbiges Herz, mehrfarbiges Gehirn, mehrfarbiges Sex, mehrfarbiges Liebe, mehrfarbiges Natur, mehrfarbiges Mensch, mehrfarbiges Tiere, mehrfarbiges Lachen“) kehrte Yael Naim nach längerer Pause ins Geschehen zurück und warb dafür, dass wir wieder menschlicher werden. Aufgrund ihres eigenen Hintergrunds – als Tochter tunesisch-jüdischer Eltern, geboren in Frankreich und aufgewachsen in Israel – versteht Yael Naim wie nur wenige, dass es für Harmonie und Frieden den Entschluss braucht, sich unabhängig von Geschichte und den daraus resultierenden Verletzungen darauf zu konzentrieren, wie ein konstruktives Zusammenleben in der Zukunft aussehen kann. Dass dies nicht einfach ist, ist nicht nur der Mittvierzigerin klar. Und doch will ihr neues Album „Solitaire“ uns daran erinnern, dass es jeden Kraftaufwand wert ist, Widerstände abzubauen. Gründeten ihre ersten Alben auf Indiepop und angrenzenden Genres wie Chanson, Rock oder Folk mit meist eher akustisch-organischen Fundamenten, brachte die nach eigenen Aussagen Naims stattgefundene „Midlife Crisis“ den unbedingten Wunsch mit sich, den eigenen Stil einer Wandlung zu unterziehen. Was auf der Vorgängerplatte „Nightsongs“ (2020) langsam zu keimen begonnen hatte und mit der prophetisch betitelten Standalone-Single „Let It Transform You“ (2025) zu keimen begonnen hatte, trägt nun Früchte: Mit  „Solitaire“ gibt sich Yael Naim Electronica, Dreampop und Avantgarde hin. Spannend ist dabei zu erleben, wie gut das sowohl ihren eh schon mantraartigen Lyrics als auch dem ebenso fragilen wie starken Gesang tut. Ein mutiger Schritt, der dadurch möglich wurde, dass Yael Naim zu sich selbst gefunden hatte. Im ersten Schritt schrieb sie alle Songs von „Solitaire“ in Eigenregie und legte deren Kompositionen an, bevor Toningenieur Tom Elmhirst den finalen Produktionsschliff vornahm. Entstanden ist eine Platte, die von der ersten bis zur letzten Sekunde den Geist beruhigt und ihm in unserer von Kriegen und Krisen aufgerüttelten Zeit Ruhe schenkt.



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Beats International zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Solitaire“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 08.02.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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