WIN: Leslie Clio „Purple“

Wenn ältere Menschen einen Blick auf die ihnen folgenden Generationen, vor allem die, die aktuell in den 20ern und 30ern stecken, werfen, dann wird ihnen vermutlich ganz angst und bange. Es scheint, als versuchten die Nachkömmlinge all das umzustürzen, wofür unsere Gesellschaft jahrzehntelang stand. Vom Verfall großer Werte oder der Gier nach Individualismus ist da schnell die Rede. Immer mehr junge Erwachsene entscheiden sich, die Welt zu bereisen, Auszeiten zu nehmen oder alternative Lebensmöglichkeiten auszuprobieren, anstatt ihre Energien in den Aufbau einer Karriere oder das Gründen einer Familie zu stecken. Ob es sich bei diesen Entwicklungen um Reaktionen auf den rasanten Fortschritt in verschiedensten Bereichen oder das Aufbegehren gegenüber traditionellen Strukturen handelt, sei dahingestellt. Feststeht, dass ein Stein ins Rollen gekommen ist, der kaum noch aufzuhalten ist. Doch vielleicht birgt das Kreuzen lange eingefahrener Linien auch Chancen? Würde man die Sängerin Leslie Clio dazu befragen, wäre ihre Antwort klar. Bevor sie die Arbeiten an ihrem dritten Album „Purple“ aufnahm, verkaufte sie ihr Hab und Gut, ließ ihre Wahlheimat Berlin zurück und siedelte nach Hawaii über. Heute sagt sie, das war der einzige Weg, um wirklich zu sich selbst zu finden.

„Purple“ ist eine radikale Platte in vielerlei Hinsicht. Zum einen bricht sie stilistisch mit dem, was Clio in der Vergangenheit sogar eine Echo-Nominierung als beste nationale Künstlerin einbrachte, zum anderen dringen die zwölf darauf befindlichen Stücke aber auch tief in die Dualität des Sarkasmus ein. Die hübsche Songwriterin nimmt kein Blatt vor den Mund und schwört bei ihren Texten auf Ironie als Grundzutat. Das verleiht Stücken wie „Game Changer“ oder „Darkness Is A Filler“ eine Respekt einflößende Gewalt, wie sie im Kontext der Popmusik nur äußerst selten anzutreffen ist. Aber genau darin steckt die Stärke von „Purple“. Zwar liegen den Songs eingängige Melodien zu Grunde, doch haben Clio und ihr Produktionsteam sie mit groben Werkzeugen bearbeitet, um potenziell gefällige Oberflächen von vornherein aufzurauen. Wie hervorragend das funktioniert, beweist vor allem der Endtrack „Bad Habit“, ein Duett mit dem New Waver Drangsal. In den falschen Händen hätte der Titel zur Schmalzballade verkommen können. Auf „Purple“ besticht er hingegen durch seine treibende Melancholie, die schnell Gänsehaut beim Hörer verursacht. Hinzukommen Momente, die man in ähnlicher Form auch einer Florence Welch (Florence + The Machine) zutrauen würde („Lies Are Gold“, „Riot“), während „Sad Games“ sogar an Lana Del Rey erinnert. Mit diesen Damen in einem Atemzug genannt zu werden, deutet an, wo Leslie Clios Karriere zukünftig noch hinführen könnte.


GEWINNSPIEL

Um ein CD-Exemplar von Leslie Clios „Purple“ zu ergattern, das uns Kinkartz PR zur Verfügung gestellt hat, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Purple“ an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 22.05.2017.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Wir verschicken unsere Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Leslie Clio gibt es hier:
Offizielle Website | Facebook | Soundcloud

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