REVIEW: Arca „KICK ii“

Szenen der Schöpfung: Arca lässt ihre Hörer*innen auf «KICK ii» an der Geburt zukunftsweisender Klangströme teilhaben. Eine LP, die wahrlich ihresgleichen sucht. 

Was haben Kanye West, Björk und Lady Gaga gemeinsam? Alle drei liessen sich von der einzigartigen Produzent*in Arca inspirieren und nahmen mit ihr zusammen Platten auf. Jetzt kehrt die venezolanische Künstler*in mit eigenem Material zurück ins Popgeschehen und präsentiert den nicht minder schillernden Nachfolger zu ihrem grammynominierten Album «KiCki» (2020). «KICK ii» feiert die Vielfalt von Identitätsbegriffen, das Leben und die Freude darüber, anders sein zu dürfen. Gekonnt bricht die LP mit sämtlichen Erwartungen, die man an zeitgenössische Musik stellen könnte. Ausser vielleicht der, zu überraschen. Während Tracks wie «Prada» oder «Lethargy» ihre Beats sanft ein-und ausatmen, weiss «Tiro» durch eine Fusion aus südamerikanischen Rhythmen und Noise-Einflüssen Irritationen hervorzurufen. Immer wieder lässt Arca ihre Verletzlichkeit aufblitzen und sorgt an der Seite von Gästen wie Sia («Born Yesterday») für abwechslungsreiche Spannungsverläufe. 2021 mussten wir Durchhaltevermögen beweisen und länger als üblich warten, nun aber haben wir unser Album des Jahres gefunden, und das wird von einer Avantgardist*in erster Güte geziert-

Diese Review ist in der aktuellen Printausgabe des Mannschaft Magazins erschienen.

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