PREMIERE: Becky „Somewhere“

Die Travestiekunst ist im Mainstream angekommen. Nicht zuletzt dank groß angelegter TV-Formate wie „RuPaul’s Drag Race“, fühlen sich immer mehr Männer, Frauen und nicht-binäre Menschen dazu ermutigt, in aufwendigen Outfits die Bühnen zu betreten und das Publikum mit ihren Shows in den Bann zu ziehen. Neben den für die Drag-Szene typischen Lip-Sync-Battles, bei denen zu Songs großer Schwulen-Ikonen wie Kylie Minogue, Madonna oder Lady Gaga gesungen, getanzt und performt wird, gibt es auch andere Ansätze, den Geist der Travestie zu transportieren. Die Berlinerin Becky beispielsweise setzt auf eine dezentere, weniger plakative Taktik, um ihr Publikum zu erreichen. Nachdem ihre Debüt-EP bereits ihr Talent als Songwriterin unter Beweis stellte, besticht die Folge-EP Diary of Dreams“ (VÖ: 23.02.2024) durch eine noch eindringlichere Klangästhetik – irgendwo zwischen großer Theatralik und Progressive Rock. Ungewöhnlich für eine Drag Queen und genau deshalb so inspirierend. Die erste Single aus „Diary of Dreams“ feiert heute zusammen mit dem dazugehörigen Video bei uns Premiere.

„In dem Song geht es um die Suche nach einer Art queerer Wahlverwandtschaft, die scheinbar nur weit weg und durch verschiedene Zeiten hindurch zu finden ist. Letztendlich ist der Song eine Ode an meine Freund*innenschaften. Es ist ein Dankeschön an die Menschen um mich herum, die mich unterstützen“.

„Somewhere“ begleitet Becky schon seit einiger Zeit als Eröffnungssong für ihre intimen Live-Shows. Der Track bündelt die Auseinandersetzung mit LGBTIQ+-Geschichten und wird durch ein Musikvideo ergänzt, das vor der Skyline von Manhattan gedreht wurde. 

„Hier wird der Moment eingefangen, der das vertrauensvolle Verhältnis zwischen mir und Monica hinter der Kamera darstellt. Es geht um den Raum, den wir gemeinsam für einen Moment geschaffen haben. Ein Ort des Experimentierens, der nur uns gehört!“

Ein Kommentar

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  1. Avatar von zartgewebt

    Schön das! … rührt mich an. Sehr.

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