Queere Held*innen: Mit «Real Power» beweisen Gossip, dass sie auch nach längerer künstlerischer Pause nichts von ihrer Revoluzzer*innen-Attitüde und ihrer Liebe zu genreübergreifenden Songs verloren haben.
So feiert man ein fulminantes Comeback! 12 Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums «A Joyful Noise» melden sich Gossip mit einem wahren Geniestreich zurück. «Real Power» hat alles, was man von einer innovativen Platte erwartet: Intelligente Texte, eingängige Hooklines, die zum Tanzen animieren, sich aber auch nach mehrmaligem Hören nicht abnutzen, und eine Frontfrau, deren Stimme sowohl zarte als auch harte Töne anschlagen kann. Die LP entstand in Zusammenarbeit mit Produzentenlegende Rick Rubin, der auch für den Nummer-1-Erfolg «Music For Men» (2009) mitverantwortlich war, und unterstreicht die Stärken von Beth Ditto, Nathan Howdeshell und Hannah Blilie. Gekonnt bedient sich das exzentrische Trio bei Elementen aus Pop, Dance, Post-Punk, Folk und Soul, um damit die Indie-Rock-Blaupause, die den 11 Tracks zugrunde liegt, bunt zu colorieren. Gossip sind laut, progressiv, lebensbejahend und sprengen jedweden Konservatismus, der sich ihnen in den Weg stellt. Mehr Durchschlagskraft geht nicht!
Diese Review ist in der aktuellen Printausgabe des Mannschaft Magazins erschienen.


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