Es sind nur noch wenige Monate, bis Isak Danielson am 8. November endlich die Bühne der Berliner Passionskirche betreten wird. Als Präsentatoren der Show hatten wir die Gelegenheit, dem Schweden vorab ein paar Fragen zu stellen.
Du bist durch die Castingshow „The X Factor“ bekannt geworden. Fluch oder Segen?
Ich denke, es ist sowohl Fluch als auch Segen. Ich habe sehr früh viel über die Branche und das Künstlerdasein gelernt. Aber es war hart, dass so viele Leute so schnell wussten, wer man war, und dass jeder über einen urteilte. Ich bereue es nicht, aber ich würde es nicht wieder tun.
Statt dich zu verstecken, hast du offen kommuniziert, dass du unter psychischen Problemen leidest. Ein mutiger Schritt! Was hat dir geholfen, wieder stabil zu werden?
Für mich ging es darum, gegen meine Angst anzukämpfen und all die Dinge zu tun, die mir meine Angst verbot. Mir nicht von den Geistern in meinem Kopf vorschreiben zu lassen, wie ich mein Leben zu leben habe.
Hat die Art und Weise, wie die Musikindustrie funktioniert, dazu beigetragen, dass du krank wurdest?
Ich bin ein unabhängiger Künstler und habe ein tolles Team um mich herum. Natürlich kann es manchmal überwältigend sein, mit vielen unterschiedlichen Meinungen und Ideen konfrontiert zu werden. Aber solange man weiß, wann man einen Gang zurückschalten oder die Richtung ändern muss, ist alles in Ordnung.
Wie gehst du mit harter Kritik um?
Wenn man versucht, nicht zu viele Kommentare zu lesen und sich selbst jeden Tag liebevolle Affirmationen gibt, ist das in Ordnung.
Auf verschiedenen Musik-Streaming-Diensten kann man sehen, dass deine Songs mehrere hundert Millionen Mal angehört wurden. Was macht das mit dir?
Es inspiriert mich, noch mehr Musik zu machen. Zahlen können mich aufregen, aber sie definieren mich nicht.
Gibt es für dich wichtige Rituale, wenn du auf Tour bist?
Nicht wirklich. Ich trinke viel Wasser mit Zitrone, um gesund zu bleiben.
Worauf freust du dich am meisten bei deinen nächsten Konzerten in Deutschland?
Einfach alle Leute zu treffen und meine neue Musik für das Publikum zu spielen. Ich kann es kaum erwarten!
Du wirst in Berlin in einer Kirche spielen. Woran glaubst du?
Ich glaube an keine Religion, aber ich liebe schöne Kirchen. Es wird sich sehr kraftvoll anfühlen.

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