Gegen Stress und schlechte Stimmung: „Notes from a Quiet Place“ von Washed Out ist ein hervorragendes Mittel, um in einen Zustand der Ausgeglichenheit und Harmonie zu gelangen.
Wie kann Musik Ruhe vermitteln? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ganz und gar nicht! Denn um Körper und Seele zu beruhigen, braucht es vor allem eines: eine Resonanzgrundlage. Etwas, das aufgewühlten Gedanken und erhöhtem Pulsschlag eine Richtung zu geben vermag und zeigt, in welchem Rhythmus und mit welchen emotionalen Klangfarben Wohlbefinden (wieder) hergestellt werden kann. Sonst verlieren sich Kopf und Bauch schon mal in unerträglicher, belastender Orientierungslosigkeit. Washed Outs „Notes from a Quiet Life” ist das perfekte Werkzeug, um bewusst am eigenen Erleben herum zu schrauben und es so zu manipulieren, dass seine Zahnräder und Schrauben harmonisch ineinandergreifen. Die zehn Tracks helfen dabei, die innere Balance zu finden. Ernest Weatherly Greene Jr., der Kopf hinter Washed Out, bewegt sich stilistisch zwischen Ambient, Dreampop und Chillwave. Das war schon immer so, und „Notes from a Quiet Place“ macht da keine Ausnahme. Allerdings ist dieses Album noch etwas ambitionierter als seine Vorgänger, wenn es darum geht, Gelassenheit und Leichtigkeit zu vermitteln. Die Songs strahlen wie weißes Licht. Ohne zu blenden. Stattdessen besänftigen sie das Gemüt und nehmen den Druck von der Seele. Musik, die das kann, gehört in jedes Plattenregal oder dessen zeitgenössisches Äquivalent, in die virtuelle Streamingdienst-Bibliothek. Eigentlich sollte man „Notes from a Quiet Life” sogar auf Rezept verschreiben können, denn es hilft garantiert, psychischen Erkrankungen vorzubeugen.


Kommentar verfassen