Kann man Künstler*in und Werk voneinander trennen? Wir setzen uns gern aktiv mit Schwierigkeiten und unbequemen Problemen auseinander. Dazu gehört auch, dass dieser Beitrag, in dem wir eine von uns präsentierte Show bewerben und Tickets dafür verlosen wollen, einen kritischen Ton anschlägt. Als sich im Januar 2021 nach Trumps Wahldebakel eine wütende Menge aufmachte, das amerikanische Kapitol zu „stürmen“, befand sich unter diesen Menschen der Musiker und studierte Politikwissenschaftler John Maus. Was hatte er dort zu suchen? Schnell wurde ihm eine ideologische Nähe zu den provokanten, teils menschenverachtenden Äußerungen des Ex-Präsidenten unterstellt. Ob dem so ist, kann letztlich nur John Maus selbst beantworten. Dass er als gefeiertes Wunderkind der alternativen, eher liberal und weltoffen erscheinenden Indie/Electronica-Szene, in solchen Zusammenhängen auffällt, hinterlässt jedoch einen mehr als bitteren Beigeschmack. Was bedeutet das nun aber in Bezug auf Maus‘ musikalisches Schaffen? Kann man sich seine Alben noch anhören oder gar ein Konzert von ihm besuchen? Die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen. Schließlich steht es niemandem zu, seinem Gegenüber die Fähigkeit zur kritischen Reflexion abzusprechen und eine eigene Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu finden. Wovon wir definitiv überzeugt sind: Die Songs von John Maus sind und bleiben faszinierende Synthie-Pop-Werke, die ihresgleichen suchen und eine ungeheure Sogwirkung entwickeln. Wir sind gespannt, welchen Vibe der 44-Jährige bei seinem kommenden Berlin-Konzert versprühen wird.
Offizielles Statement (24.09.2024):
„John Maus was not part of the insurrection in the Capitol on Jan 6 2021, he was not present at the riot. He was in Washington DC the same day to meet up with a film director about scoring a future project, this director was present to document the rally and invited him for a meeting. John ’s political beliefs are well documented as being left of left and needless to say he does not support hateful or divisive causes. John does not support Donald Trump. Also, John recently donated performance fees to Hope Not Hate and the Trevor Project.“
26.09. – BERLIN, ASTRA KULTURHAUS
TICKETVERLOSUNG
Um 1×2 Tickets zu gewinnen, die uns unsere Freunde von Greyzone Concerts zur Verfügung gestellt haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post.
Möglichkeit 2: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich will dahin!“.
Möglichkeit 3: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „John Maus“ und dem Inhalt „Ich will dahin!“ an kontakt@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 08.09.2024. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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