WIN: Lambert „Actually Good“

Filmmusik, die keine ist: Die Stücke auf Lamberts „Actually Good“ waren ursprünglich nicht als Studioalbum, sondern als Soundtrack gedacht. Das hört man!

Selbstwertgefühl ist eine fragile Sache. Oft reichen ein paar Worte von außen, und das, was als stabiles Fundament unserer Identität dienen soll, gerät ins Wanken. Als seine Tochter ihm sagte, dass seine Karriere in Gefahr sei, wenn er sich künstlerisch nicht weiterentwickle, überkamen den Pianisten und Komponisten Lambert ernsthafte Zweifel. Hatte er angefangen, sich zu wiederholen? Bediente er – im wahrsten Sinne des Wortes – die immer gleichen Tasten? Der ohnehin schüchterne Geist, der sich seit der Veröffentlichung seines selbstbetitelten Debüts „Lambert“ im Jahr 2014 hinter einer Maske mit langen, spitzen Hörnern versteckt, nahm sich das zu Herzen und wagte ein Abenteuer. Er schrieb die Untermalung zu einer englischen TV-Serie, die aber nie über den Bildschirm flimmern sollte: „The Stranger“. Wie, warum und weshalb, das klärt ein Dokumentarfilm, der demnächst erscheint und auch die nicht verwendeten Teile des Soundtracks wiederverwertet, die Lambert nach Scheitern des Serien-Projekts noch einmal komplett überarbeitet hat. Weil diese seinem eigenen Fleisch und Blut schlussendlich gut gefielen, nannte Lambert die Sammlung übrigens „Actually Good“. Tatsächlich handelt es sich bei der LP um eine Aneinanderreihung fein ausgearbeiteter Klavierstücke, die hervorragend in eine Detektiv- oder Krimigeschichte gepasst hätten. Vergleicht man sie aber mit dem, was Lambert sonst in der Vergangenheit geschrieben und produziert hat, muss man seinem Nachwuchs ein wenig widersprechen. Denn es fehlt ihnen an Besonderheit, an Einzigartigkeit. An jenen schimmernden Elementen, die Lambert sonst großzügig über seine Kompositionen streute wie Puderzuckerschichten über leckeren Kuchen. Zwar kann man „Actually Good“ ohne Zweifel im Hintergrund laufen und sich von der Platte durch den Alltag tragen lassen, wenn man ihr aber die volle Aufmerksamkeit schenkt, vermag sie es leider nicht, nachhaltig zu fesseln. Die Melodien bleiben nicht genug im Gedächtnis. Sie sind flüchtig. Zart. Zu zart, um einen mentalen Abdruck zu hinterlassen, der nicht schnell wieder verwischt wird. Das soll aber keineswegs die Existenz von „Actually Good“ hinterfragen. Am Ende ist es wie beim Kuchenessen: Die Geschmäcker sind verschieden. Zufrieden und satt wird man aber auf jeden Fall!



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Rewika Records & Promotion zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Actually Good“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an kontakt@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 01.09.2024. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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