Als hätten David Bowie, Serge Gainsbourg und Elton John zusammen eine Platte aufgenommen: „Wild God“ von Nick Cave & The Bad Seeds hat viele Facetten, und jede ist meisterhaft ausgearbeitet.
Nick Cave ist eine lebende Legende. Er zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten im Rockbusiness. Fungierte und fungiert nach wie vor als Vorbild für viele andere Erfolgsgrößen. Seine Songs haben Generationen von Zuhörer*innen geprägt und verschiedenste gesellschaftspolitische Ereignisse begleitet – deren Auswirkungen der Australier in seinen Stücken auch immer wieder tiefergehend betrachtete. Von der Kritik mit deutlich mehr Lobhymnen als Verrissen bedacht, pflastern unzählige Alben den Weg von Nick Cave. Darunter allein 16 mit seiner Band The Bad Seeds, die er 1983 zusammen mit Mick Harvey und Blixa Bargeld gründete. Die Nachricht, dass mit „Wild God“ ein 17. Album erscheinen würde, sorgte schnell für Aufregung bei Fans und Presse schnell. Allen Erwartungen entsprechend ist „Wild God“ ein Geschenk. Das Geschenk einer Gruppe von Vollblutmusiker*innen, das keine Wünsche offen lässt. Dramatisch, aber auch zart, bedeutungsschwer, aber auch leichtfüßig, klassisch ausgestattet, aber auch mit modernen Impulsen durchsetzt, offenbaren die 10 Stücke ein Talent, das nur Bewunderung auslösen kann. Wie man es nach über 40 Jahren im Geschäft immer noch schafft, so auf den Punkt zu klingen, ist einfach beeindruckend. Nicht das kleinste Körnchen Altbackenheit haftet „Wild God“ an. Stattdessen entfaltet sich eine Dynamik, die vom ersten bis zum letzten Ton zu fesseln vermag. Nick Cave & The Bad Seeds bewegen sich souverän und sicher in der für sie typischen Klangästhetik, die vor allem auf Alternative Rock, Blues und Post-Punk basiert, lassen sich aber auch immer wieder zu kleinen Experimenten hinreißen. Zum Beispiel in dem Song „O Wow O Wow (How Wonderful She Is)“, in dem Vocoder-Klänge mit Klavier und Schlagzeug verschmelzen. Und dann sind da natürlich Caves Gesang und sein Songwriting. Beide gleichermaßen ausdrucksstark. Mit tiefer Stimme, die sich nicht scheut, hier und da zu brechen und Verletzlichkeit zu zeigen, sinniert der 66-Jährige über die Vielfalt emotionalen Erlebens. Gekonnt malt er mit allen Farben, die die Gefühlspalette zu bieten hat: Freude, Angst, Trauer, Schuld, Scham. „Wild God“ soll die Hörer*innen nach eigenen Aussagen mitreißen. Das tut die LP auch! Durch ihre Vielschichtigkeit, Finesse und Genialität.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von [PIAS] Germany zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 08.09.2024. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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