Klagelieder mit starker Präsenz: Sophia Blenda nutzt ihr Standing als talentierte Songwriterin und Sängerin, um mit „Die Summe der Vereinzelung“ auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.
Langsam, ganz langsam rückt ein Thema in den Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses, das viel zu lange, über Jahrhunderte hinweg, ignoriert wurde. Nämlich die Tatsache, dass die Mehrheit der Menschen, insbesondere Frauen und queere Personen, auf vielen Ebenen des täglichen Lebens systematisch benachteiligt werden. Dass ihnen von der Gesellschaft und dem herrschenden Patriarchat signalisiert wird, dass sie weniger wert sind als jene, die männlich, heterosexuell, weiß und wohlhabend sind. Und irgendwie akzeptieren wir das alle. Akzeptieren, dass es Hunderttausenden, vielleicht Millionen schlecht geht. Dass sie darunter leiden, als Menschen zweiter oder dritter Klasse abgestempelt zu werden. Denn laut zu sein und Missstände anzuprangern, ist anstrengend, unbequem, vielleicht sogar aussichtslos. Eine, die trotzdem nicht wegschaut und im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimme erhebt, ist CULK-Frontfrau Sophia Löw. Schon immer hat sie sich in ihren Texten mit vernachlässigter Gleichberechtigung und Unterdrückung auseinandergesetzt. Jetzt tut sie es wieder. Mit Nachdruck. „Die Summe der Vereinzelung“ ist nach „Die neue Heiterkeit“ (2022) das zweite Soloalbum, das sie unter ihrem Pseudonym Sophia Blenda veröffentlicht. Erneut verwendet die Wienerin melancholische Chamberpop-Instrumentierungen, um ihre gewichtigen, oft poetischen Worte auch klanglich angemessen zu verpacken. Leichte Kost sind die zehn Titel, die sich über eine Gesamtspielzeit von 38 Minuten erstrecken, nicht. Das sollen sie auch nicht sein, denn es geht darum, Mitgefühl zu wecken, und das funktioniert nicht, wenn man die behandelten Probleme mit flotten Popmelodien überspielt. Stattdessen werden die Zuhörer*innen dazu angeregt, die Schwere, die Last zu spüren, die die Unterdrückten tagtäglich am Boden hält, so dass ihre Träume kaum fliegen lernen. Dennoch finden sich in Titeln wie „Frühlingserwachen“, „Mein Horizont“ oder „Ace“ auch Hoffnungsschimmer. Denn wo Dunkelheit ist, ist immer auch Licht. Ein Licht, dem es zu folgen gilt, nachdem man die Finsternis durchschritten hat. Folgen wir also Sophia Blenda eine Weile, lassen wir uns an die Hand nehmen und beginnen zu verstehen, dass Veränderung nichts ist, was einfach vom Himmel fällt. Sondern dass es jede*n Einzelne*n braucht, um nachhaltig etwas zu erreichen.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Rewika Promotion zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Die Summe der Vereinzelung“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an kontakt@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 27.04.2025. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Kommentar verfassen