Eine Schwimmhilfe der anderen Art: Tuvaband zeigt uns anhand von „Seven Ways of Floating“, wie wir uns auf einem akustischen Meer der Entspannung für einen Moment treiben lassen können.
Sich wirklich mit sich selbst auseinandersetzen zu wollen, ist eine Herausforderung. Zum einen, weil wir ohne das Außen, ohne andere Menschen, weder existieren noch ein Bild davon entwickeln könnten, wer wir eigentlich sind. Unser Charakter, unser Wesen ist nämlich wie ein Puzzle, das sich aus verschiedensten Interaktionen und Reflexionen herausgebildet hat. Wenn wir dann antreten, um zu ergründen, was uns ausmacht, werden wir mit einem Gemisch aus Ideen konfrontiert, die nicht nur schwer zu greifen sind, sondern auch per Definition fluid. Und die eben auch einen Spiegel brauchen, den wir selbst nur bedingt darstellen können. Jeder Gedanke über uns stößt zudem etwas an, das die Grundbasis dessen, was uns definiert, bereits wieder verändert. Tuva Hellum Marschhäuser, auch bekannt als Tuvaband, hat in den letzten Jahren kontinuierlich daran gearbeitet, ihr musikalisches Werk und ihre Karriere voranzutreiben. Vier Alben pflastern diesen Weg. Mit „Seven Ways of Floating“ kommt nun ein fünftes hinzu. Bei dessen Entstehung nahm sich Marschhäuser bewusst Zeit, statt ihrer Kunst der Person dahinter, also der privaten Tuva, Aufmerksamkeit zu schenken. Ein wie anfänglich beschrieben durchaus ambitioniertes Vorhaben. Dabei begegnete die Norwegerin nämlich Gefühlen, die sie nicht erwartet hatte. Die sie teils überwältigten, ihr aber auch eine kreative Basis lieferten, um „Seven Ways of Floating“ – wie gewohnt in fast kompletter Eigenregie – produzieren zu können. Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Platte deutlich optimistischer im Grundton. Auch spielerischer. So gibt es beispielsweise den Song „Count to 4“, bei dem Tuva ihre Lyrics rückwärts integrierte. Hinzu kommen fast schon romantische Impulse neben den ansonsten für Tuvaband typischen verträumt-schwelgerischen Kompositionen. „Seven Ways of Floating“ klingt, als hätte sich ein mentaler Knoten gelöst, der zuvor stets für eine gewisse Grundspannung innerhalb ihrer Songs verantwortlich gewesen ist. Dies mag zum einen der ausgiebigen Beschäftigung mit sich selbst, zum anderen aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass Tuvaband als Künstlerin über die Jahre immer mehr zu sich gefunden hat. Ein Prozess, der neben allen Unsicherheiten, die die Musikindustrie und das alltägliche Leben mit sich bringen, Ruhe schenkt. Zuversicht. Genau das wollte Tuvaband auf „Seven Ways of Floating“ transportieren. Als wenn man im perfekten Gleichgewicht auf der Wasseroberfläche treibt und die Seele baumeln lässt. Losgelöst von all den Gewichten, die einen zum Meeresgrund ziehen könnten. Auch wenn es nur für die Dauer dieses Albums ist. Getragen vom einzigartigen, charakteristischen, hier warm-wohligen Gesang gelingt es schnell, sich einzulassen und völlig hinzugeben.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Ballyhoo Media zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Seven Ways of Floating“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 26.10.2025. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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