WIN: Interpol „This Mirror Weighs a Ton“

In Sturm und Drang nicht zu stoppen: Die mittlerweile zu Urgesteinen gewordene Band Interpol beweist auf „This Mirror Weighs a Ton“, dass sie trotz ihrer langen Karriere nichts von ihrer Frische und Exzentrik verloren hat.

Auch wenn keines der Alben, die dem Debüt „Turn on the Bright Lights“ (2002) und „Antics“ (2004) folgten, kommerziell an deren Erfolg anknüpfen konnte – wobei anzumerken ist, dass die beiden Platten zu den wichtigsten der New Yorker Indieszene der 2000er Jahre zählen –, haben Interpol in den letzten zwei Dekaden kontinuierlich großartige Musik abgeliefert und zählen nach wie vor zu den relevantesten Bands im Bereich Indierock und Post-Punk. Damit stehen sie einerseits in der Tradition von Acts wie Joy Division oder The Cure, haben aber andererseits trotzdem ihren ganz eigenen, markanten Stil etablieren können. Dieser basiert vor allem auf der eindrücklichen Baritonstimme von Frontmann Paul Banks, einem treibenden Schlagzeug und zwei miteinander verzahnten E-Gitarren. All diese Zutaten finden sich auch auf ihrem neuesten Werk „This Mirror Weighs a Ton“. Doch statt wie eine Kopie früherer LPs zu klingen, versuchen Interpol mit ihrem achten Studioalbum einmal mehr, über den kreativen Tellerrand zu schauen. Stärker als zuvor sind Instrumente wie Streicher, Holzbläser, Akustikgitarren, verschiedenste Percussions und Synthesizer zu hören. Dadurch entsteht ein imposantes Spannungsfeld zwischen organischen Elementen und einer rockig-elektronischen Grundstruktur. Es ist fast so, als wäre der typische Interpol-Sound ein wenig verfremdet worden, wobei er dennoch stets erkennbar ist. „This Mirror Weighs a Ton“ profitiert in jeder Hinsicht von den genannten stilistischen Entscheidungen: Die Platte klingt enorm ausstaffiert und vielschichtig und erweitert damit die Diskografie der US-Amerikaner um ein spannendes neues Kapitel. Dies ist sicherlich auch dem Produzenten Andrew Wyatt zu verdanken, der besonders für seine Zusammenarbeiten mit großen Pop-Acts wie Rosalía und Charli XCX bekannt ist. Er geleitet Interpol in auditive Gefilde, die ein gutes Stück mainstreamtauglicher und damit einladender für ein breites Publikum sind als die rauen, kantigen Tracks der Vergangenheit. Thematisch verhandelt das Fünfergespann derweil Fragen und Überlegungen zur Selbstwahrnehmung und dazu, inwiefern diese durch äußere Einflüsse und Perspektivwechsel verzerrt werden kann. Es ist also, wie der Titel bereits vermuten lässt, ein durchaus kritischer Versuch der Reflexion, der nicht nur mit angenehmen Gefühlen einhergeht. Deshalb ist die emotionale Palette auf „This Mirror Weighs a Ton“ auch so breit gefächert. Sie reicht vom eher melancholischen, schwelgerischen Opener „This Mirror Weighs a Ton“ über verletzliche Tonalitäten bis hin zu aufhellenden Momenten. Ein echtes Glanzstück über die Komplexität des menschlichen Empfindens mit all seinen Facetten und ein Beweis dafür, dass Interpol immer wieder zu überraschen wissen.



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Lasoundcheck Promo zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

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Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „This Mirror Weighs a Ton“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 30.08.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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