WIN: Angus & Julia Stone „Karaoke Bar“

Während die Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet und sich polarisiert, versuchen Angus & Julia Stone mit wunderschönen Alternative-Pop-Nummern auf „Karaoke Bar“ ein Gefühl von Zusammengehörigkeit entstehen zu lassen.

Blut ist dicker als Wasser. Auch wenn es in manchen Familien hin und wieder kriselt, gibt es viele Beispiele von Verwandten, die zusammenhalten und einander unterstützen, statt zu streiten. Zu diesen gehört auch das australische Geschwisterpaar Angus und Julia Stone. Seit zwanzig Jahren veröffentlichen die beiden gemeinsam Musik und haben sich zwischen Folk, Singer-Songwritertum und Indie als zuverlässige Hitlieferanten etabliert. Zeit also, jenes sonnige Plätzchen im Erfolg zu verlassen und die Grenzen dessen auszuloten, wofür das Projekt der Stones steht. Als sie für ihr letztes, eher typisches Album „Cape Forestier“ (2024) um den Globus tourten und von Sydney über Paris, Madrid und New York bis São Paulo das Publikum verzauberten, entstanden erste Songs für die Nachfolger-LP „Karaoke Bar“, die teils sogar direkt in Studios auf dem Weg aufgenommen wurden. Anders als zu Zeiten ihrer Erstlingswerke – speziell „A Book Like This“ (2007) und ihr Durchbruchsalbum „Down The Way“ (2010) – ließen Angus und Julia viele der Stücke von Grund auf gemeinsam entstehen, statt getrennt voneinander an Ideen zu arbeiten und diese erst später zusammenzuführen. Dadurch gibt es bei „Karaoke Bar“ weniger harte Trennlinien als noch bei den besagten früheren Werken – wenngleich das durchaus seinen Charme hatte. Viel auffälliger ist jedoch der stilistische Wandel, den „Karaoke Bar“ mitbringt. Wie schon die Soloausflüge der Geschwister (Angus’ Dope Lemon und Julias selbstbetiteltes Projekt) ist auch diese Platte warmem, elektrifiziertem, teils psychedelisch und verträumt angehauchtem Pop zugewandt und macht es den Hörer*innen dadurch enorm leicht, mit den zehn Tracks zu bonden. Und genau darum geht es auch inhaltlich zentral auf der LP: um Verbindungen, die zwischen völlig fremden Menschen entstehen, wenn sie Dinge wie den Besuch einer Karaoke-Bar teilen, gemeinsam singen und feiern. Plötzlich entsteht eine massive Nähe, wo vorher Fremde herrschte. Ein beeindruckendes Phänomen, das in ähnlicher Form auch bei Live-Konzerten auftritt, wenn hunderte bis tausende Fans die Lyrics ihrer Idole mitgröhlen. Aber auch die vielen Ortswechsel während der Tour, die damit einhergehenden Eindrücke und die Frage, was Heimat bedeutet, sowie Themen wie Liebe und Freiheit flossen in die Texte von Titeln wie „Monroe“, „The Start“ oder „Cowgirls Lover Boi“ ein. Gepaart mit verschiedensten kleinen melodischen Spielereien, die der Dynamik des Albums immer wieder Tempo verleihen und den Spannungsbogen hochhalten, ist ein wirklich beachtliches Zeugnis davon entstanden, dass es manchmal Sinn machen kann, eingefahrene Wege zu verlassen und sich neu zu erfinden.



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Promotion-Werft zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Karaoke Bar“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 13.09.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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