REVIEW + WIN: Barbarossa „Imager“

BarbarossaDer Kampf um die Hörergunst ist hart. Eine wesentlich größere Schlacht stellt für Künstler und Promoagenturen jedoch meist noch die Suche nach passenden Medienpartnern dar, die als Filter vor die Endkonsumenten geschaltet sind und diese durch ihre Empfehlungen und Berichterstattungen beeinflussen – bewusst oder unbewusst. Wer die Presse beherrscht, beherrscht also folglich auch den Markt. Nun, ganz so einfach ist das vielleicht nicht, aber feststeht, dass in einer schnelllebigen Welt wie der unseren, eine gewisse mediale Omnipräsenz definitiv von Vorteil ist. Doch wonach suchen Onlinemagazine, Printmedien, Radiostationen und TV-Sender die Alben und Singles aus, die sie präsentieren? Das kann unterschiedlichste Gründe haben – manchmal finanzieller, manchmal ideologischer und manchmal informationsbedingter Natur. Wir bei E1NEN HAB ICH NOCH… versuchen jedenfalls, stets die Augen und Ohren offenzuhalten und jeden Mittwoch und Freitag wirklich die Scheiben vorzustellen, von denen wir am meisten überzeugt waren und die wir mit bestem Gewissen an unsere Leserschaft weitergeben möchten. Ein nicht ganz einfacher Prozess, bedenkt man beispielsweise, dass heute neben dem von uns erwählten „Imager“ von Barbarossa auch Hot Chips „Why Make Sense?“ erschienen ist. Doch weshalb ziehen wir nun James Mathé, ein Frischling im Electronica-Bereich, seinen von der Kritik geliebten Genre-Kollegen vor?

ImagerEin Name macht noch keine gute Platte. Und auch wenn Hot Chip einst zurecht als Filous der elektronischen Musik gefeiert wurden, haben sie langsam den Wind unter ihren Pioniersegeln verloren. „Why Make Sense?“ ist auf lange Sicht gesehen ein recht eintöniges Album, das auch nicht zu dem Puls der Zeit passt, in der es entstanden ist. Anders verhält es sich mit dem Zweitwerk des Londoners Barbarossa. Nachdem er bereits auf seinem Debüt „Bloodlines“ ein Händchen für interessante Kompositionen bewiesen hatte, zeigt er nun auf „Imager“, dass die Bezeichnung der akustischen Eintagsfliege auf ihn keineswegs zutrifft. Mit ausgeklügelten Beats, eingängigen Loops und weichen Synthiemelodien erschafft der rothaarige Barträger Tracks voller Raffinesse und Charakter. Hinzukommt die markante Falsettstimme Mathés, die die Lyrics von Songs wie „Solid Soul“, „Home“ oder dem titelgebenden Opener „Imager“ auf außergewöhnliche Art und Weise zu unterstreichen weiß. Die Balance zwischen Fragilität und Stärke, zwischen Feinfühligkeit und radikalen Strukturen, zwischen Stringenz und Chaos macht „Imager“ zu einem beflügelnden Album, mit dem es sich ganz hervorragend aus dem Hier und Jetzt entfliehen lässt. Wer braucht also Hot Chips „Why Make Sense?“, wenn es doch viel mehr Sinn macht, einer neuen Generation an Soundtüftlern kurzerhand einmal das Feld zu überlassen.


Abschließend halten wir noch eine ganz besonderes Gewinnspiel bereit. Und zwar verlosen wir, mit freundlicher Unterstützung von Verstärker, 2×2 Gästelistenplätze für das Konzert von Barbarossa, am 16.06. in der Kantine am Berghain. Um diese zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Schickt uns eine Mail mit dem Betreff “Barbarossa” an kontakt.ehin@gmail.com.

Teilnahmeschluss ist der kommende Mittwoch, der 20.05.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Barbarossa gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite

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