WIN: Carnival Youth „Propeller“

Carnival Youth by KarklinaLoszulassen fällt schwer. Und doch müssen wir uns der unvermeidlichen Wahrheit stellen, dass wir nicht an allem festhalten können, egal wie sehr wir das vielleicht auch wollen. Statt nun also verbissen alle Brücken abzubrechen und es den Nachfolgegenerationen so schwer wie nur irgend möglich zu machen, zu unserem Erbe, unseren Werten, Normen, Geistes- und Kulturschätzen vorzudringen, gilt es, stattdessen Vertrauen zu fassen, dass diese behutsam mit unseren Hinterlassenschaften umgehen werden. Schaut man sich beispielsweise den aktuellen musikalischen Nachwuchs an, lässt sich trotz allen Jammerns und Meckerns, dass dieser nicht in der Lage sei, einen eigenen Stil zu entwickeln, feststellen, dass es zahlreiche Hoffnungsträger darunter gibt. Bestes Beispiel sind Carnival Youth. Obwohl die Brüder Edgars und Emīls Kaupers sowie ihre Schulkameraden Roberts Vanags und Aleksis Luriņš auf den ersten Blick wie ein Haufen Lausbuben wiken, die außer Flausen nichts im Kopf haben, verflüchtigt sich dieser Eindruck spätestens dann, wenn man den Songs des Quartett lauscht. Zeugte bereits ihr Debüt „No Clouds Allowed“ von ungeahnter Reife, legen sie auf „Propeller“ noch einmal nach und präsentieren ein sehr erwachsenes Album.

CY_Propeller_Digital5Sowohl The Strokes als auch Grizzly Bear dürften gleichermaßen stolz auf das sein, was Carnival Youth mit „Propeller“ erschaffen haben – bewegt sich die Band auf der LP soundtechnisch doch genau zwischen diesen beiden Polen. Mal spitz und eingängig wie The Strokes zu Zeiten ihres Erstlingswerks  „Is This It“ und dann wieder verträumt und fast ein wenig psychedelisch, wie man es von den ebenfalls aus New York stammenden Grizzly Bear gewohnt ist. Anstatt auf Nummer sicher zu gehen und eine Neuauflage von „No Clouds Allowed“ abzuliefern, die sich auf dessen Stärken besinnt und eine weitere Runde durch die Ausläufer von Folk und Indiepop dreht, wagen Carnival Youth mit „Propeller“ einen mutigen Schritt vorwärts – ohne Rücksicht auf Verluste. Dass diese Rechnung aufgeht, beweist jeder einzelne Track auf „Propeller“. Selten hat ein Zweitwerk bereits beim ersten Hören so viel Spaß gemacht. Mit geschärften E-Gitarrenriffs, scheppernden Klavierpassagen, durchdringenden Beats und den für Carnival Youth typischen akustischen Verspieltheiten wagen sich die vier Letten in die Höhle des Löwen und machen sich die Härte des Indierocks zu eigen. Das mag sie vielleicht am Ende den einen oder anderen früheren Hörer kosten, gleichzeitig wächst die Band jedoch unheimlich an ihren Ambitionen. Besser hätten Carnival Youth den Balanceakt zwischen Fortschritt und Qualität nicht meistern können!


Um ein CD-Exemplar von Carnival Youths „Propeller“ zu ergattern, das uns Popup Records zur Verfügung gestellt hat, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Carnival Youth“ an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 28.03.2016.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Carnival Youth gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud | Youtube | Tourdaten

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