WIN: Lou Rhodes „Theyesandeye“

Lou RhodesEinen Ausgleich zu haben, das kann etwas sehr Fundamentales sein. Eine Grundlage, auf der sich die eigene Identität – vor allem als Künstler – besonders gut erbauen lässt. Lou Rhodes wurde in den Neunziger Jahren als Sängerin und weiblicher Teil des Drum’n’Bass-Duos Lamb zu einem gefeierten Star. Doch mit dem Ruhm kamen auch die Zweifel und Konflikte, die sich zwischen ihr und ihrem Bandkollegen Andy Barlow breitmachten. Ein Bruch Lambs schien unausweichlich und so einigte man sich 2004 auf eine künstlerische Pause. Eine Pause, die ganze sechs Jahre andauern und die heute 51-Jährige zurück zu ihren musikalischen Wurzeln führen sollte. 2006 veröffentlichte Rhodes schließlich ihr erstes Soloalbum: Eine Folk-Platte. Keiner hätte wohl mit einem derartigen stilistischen Bruch gerechnet und doch war er die logische Konsequenz dessen, was Rhodes schon immer in sich getragen hatte. Immerhin war sie es gewesen, die stets für den organischen Hauch in Lambs Kompositionen gesorgt hatte, der in Fusion mit Barlows elektronischen Spielereien den Charakter von Stücken wie „Gorecki“ oder „Gabriel“ maßgeblich geprägt hatte. Auf sich allein gestellt verzichtete die in Leeds geborene Songwriterin hingegen auf sämtliche programmierte Künstlichkeit und griff stattdessen zur Gitarre – was ihr bereits mit ihrem Erstlingswerk „Beloved One“ eine Nominierung für den Mercury Prize einbrachte. Auch wenn sie diesen schlussendlich nicht gewann, hatte Rhodes ihre artistische Selbstständigkeit dadurch mehr als unter Beweis gestellt.

TheyesandeyeTrotz einer erfolgreichen Reunion Lambs im Jahre 2010 entschloss sich Lou Rhodes, ihre Solokarriere fortan beizubehalten. Mittlerweile kann sie auf drei eigenständig realisierte Alben zurückblicken, denen sie nun ein viertes hinzufügt. „Theyesandeye“ mag sich zwar grundsätzlich dem Folk als Genre zuordnen lassen, doch vereint die Platte noch viele weitere Einflüsse in sich, die vor allem auf die Sechziger und Siebziger zurückgehen. Nicht nur, dass Rhodes und ihr Co-Produzent Simon Byrt bei den Aufnahmen der elf Titel mit allerhand analogem Equipment herumexperimentierten, Tapes, alte Mikros und Vintage-Mischpulte verwendeten, sie wollten den elf Stücken darüber hinaus auch einen extravaganten psychedelischen Schliff verleihen. Und dies ist ihnen gelungen. Die Instrumentierungen von Titeln wie „All The Birds“ oder „Cirle Song“ scheinen förmlich in höhere Sphären zu transzendieren, was hervorragend zu der zerbrechlichen Stimme Rhodes passt. Besonders deutlich wird das bei der auf „Theyesandeye“ befindlichen Coverversion von The xxs „Angels“. Bot schon das Original eine pure und reine Schönheit, vermag es Rhodes, diese noch einmal zu unterstreichen, derweil sie sich das Stück völlig zu eigen macht. „Theyesandeye“ stärkt den Glauben an die Existenz eines experimentellen Ansatzes innerhalb des oft von Staub überzogenen Folks. So strahlend hat das Urgestein unter den Musikrichtungen lange nicht mehr gefunkelt.


Um ein CD-Exemplar von Lou Rhodes „Theyesandeye“ zu ergattern, das uns Popup Records zur Verfügung gestellt hat, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Lou Rhodes“ an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 25.07.2016.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Lou Rhodes gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud

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