INTERVIEW: Zoot Woman

Nach drei Jahren Pause melden sich Zoot Woman diesen Sommer mit ihrem fünften Studioalbum „Absence“ zurück. Wir nutzten diesen Anlass, um der Band ein paar Fragen zu stellen, die Sänger Johnny Blake stellvertretend beantwortete.

Fast zwei Dekaden Zoot Woman, was bedeutet das für dich?

„Ich fühle mich sehr glücklich. Es ist tatsächlich schwer zu glauben, dass das schon so lange geht, aber ich würde nichts verändern wollen, da es immer mein Traum war, Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen.“

Kannst du dich erinnern, wie eure Band damals ihren Anfang fand?

„Adam und Stewart hatten Zoot Woman bereits gegründet, bevor ich dazukam. Meine erste Erinnerung ist, wie ich ‚It‘s Automatic‘ singe. Das ist auch der Song, mit dem es für uns erst richtig losging.“

Wann und weshalb wusstest du, dass Zoot Woman zu deinem Lebensmittelpunkt werden würde?

„Als wir unser erstes Album ‚Living In A Magazine‘ aufnahmen und veröffentlichten, wurde mir klar, dass das etwas Ernstes wird. Etwas, das es wert war, 100 Prozent dafür zu geben.“

Was war aus deiner Sicht der größte Erfolg und was die größte Niederlage eurer bisherigen Karriere?

„Aus meiner Sicht ist der größte Erfolg, dass wir eine große kreative Freiheit haben und dass wir uns mit unserem Publikum verbinden können. Wäre das nicht mehr der Fall, dann wäre dies wohl unsere größte Niederlage.“

Wikipedia bezeichnet euch als eine der wichtigsten Referenzen des Electroclashs. Würdest du dem zustimmen?

„Ich kann mich damit identifizieren, ja. Damals war das eine große Sache. Ich glaube, ob ich nun zustimme oder nicht, dieses Label wurde uns sowieso verpasst, auch wenn wir schon immer die Musik machten, für die wir Leidenschaft empfunden haben.“

Ihr habt bisher fünf Alben veröffentlicht. Inwiefern zeigt sich dabei eine musikalische Entwicklung und wo ein Zusammenhalt?

„Ich denke, die Alben sind durch unseren Sound, unsere Kreativität und unsere Persönlichkeiten miteinander verbunden. In 16 Jahren wächst und experimentiert man derart viel, dass sich das automatisch in der Musik niederschlägt.“

Euer neues Album heißt „Absence“, warum?

„Das Album beschäftigt sich in vielen Songs mit dem Thema Abwesenheit. Sei es das Fehlen einer Person, einer Emotion oder von etwas anderem. Als Titel passte ‚Absence‘ zu den Tracks und der Grundstimmung der Platte“.

Welche anderen Themen behandelt die LP?

„Es geht hauptsächlich um Menschen, Gefühle, Lebenserfahrungen, Verlust und Hoffnung.“

Hast du auf dem Album persönliche Lieblingstracks?

„Meine Favoriten sind ‚Ordinary Face‘ und ‚I Said It Again‘. Wenn wir ein Album machen, gibt es immer Stücke, zu denen ich mich ein wenig verbundener fühle, als zu anderen.”

Kylie Minogue ist auch auf „Absence“ zu hören. Wie kam es dazu?

„Stuart hat mit Kylie gearbeitet und wir hatten da diesen Song namens ‚Still Feels Like The First Time‘. Damals war er noch nicht ganz fertig. Sie nahm Vocals dazu auf und schon hatten wir einen fertigen Track. Es lief wie geschmiert.“

Aktuell feiert die Musikwelt ein Revival der Achtziger und Neunziger. Warum geschieht das aus eurer Sicht genau jetzt?

„Die Leute schauen gern auf jene Zeiten in der Musikgeschichte zurück, in denen Einflüsse sehr stark und kräftig waren. Dann transportieren sie diese in die Moderne. Das geschieht vermutlich, weil insgesamt ein starkes Bedürfnis danach besteht, dass Dinge im Laufe der Zeit noch einmal wiederkehren.“

Gibt es Kollegen, die du uns gerne nahelegen wollen würdest?

„Ich habe über die Jahre mit so vielen brillanten und talentierten Musikern zusammengearbeitet. Jede Erfahrung für sich genommen war sehr einzigartig.“

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