REVIEW: Gaspard Augé „Escapades“

Für Nostalgie-Fans: Gaspard Augé (Justice) wandert mit „Escapades“ in Richtung akustischer Vergangenheit und untermauert den Ruf Frankreichs als Wiege eines der glamourösesten Subgenres des House.

„Ich war schon immer davon besessen, überlebensgroße Musik zu machen“, sagt Gaspard Augè, der als Hälfte der Band Justice bereits mehrfach bewiesen hat, dass ihm dies durchaus wieder und wieder gelingt. Für sein Solodebüt „Escapades“ hat sich Augé einen kurzen Moment lang von seinem Kollegen Xavier de Rosnay – seinem Partner in Crime – verabschiedet, um zu erkunden, was dabei herauskommt, wenn er beim Komponieren gänzlich auf sich allein gestellt ist. Und das Ergebnis kann sich hören lassen! Als eine Art lebendig gewordene Reminiszenz, eine energiegeladene Hommage, erinnert „Escapades“ an 50 Jahre französische Musikgeschichte. Ob Serge Gainsbourg, AIR, Daft Punk oder M83 – Augé scheint mit den zwölf Instrumentalstücken, die die LP offeriert den Werken einiger seiner geschätztesten Kollegen huldigen zu wollen. Allesamt Ikonen, die – wie der 42-Jährige selbst auch – dafür gesorgt haben, einen Sound zu konstruieren, der untrennbar mit der Electro-Szene unseres Nachbarlands Frankreich verbunden ist. „Escapades“ ist dynamisch, filmisch, episch. Eine Platte, die binnen weniger Takte jenen Projektor anzuschmeißen vermag, der das Kopfkino mit bunten Bildern überschwemmt. Wer bei diesem Album ungerührt bleibt, der geht zum Lachen vermutlich auch in den Keller.

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