REVIEW: byelian „crawl underneath my blanket“

Weder zu dick noch zu dünn aufgetragen: byelian zeigt mit „crawl underneath my blanket“, wie sich Emotionalität und Zuversicht die Waage halten.

Unsere Gefühle gehören nur uns allein Und doch beweist byelian, dass er durchaus in der Lage ist, die seinen mit anderen Menschen zu teilen. Er tut das mithilfe verträumter Kompositionen wie „c’est l’hiver“ oder „the dark doesn’t reflect“. Songs, in denen er seine Verletzlichkeit nicht nur anhand von intimen Texten (nach-)erlebbar macht, sondern sie auch in der Art und Weise, wie er die Stücke musikalisch ausstaffiert hat, durchblitzen lässt. Fragile Klavierpassagen, eingehüllt von minimalistisch gehaltenen Synthesizern. Melodien, die genauso wohltuend wie mürrisch klingen. Dazu gesellt sich die samtige Stimme des Sängers, Produzenten und Songschreibers. Fünf Tracks versammelt byelian auf der EP „crawl underneath my blanket“. Einer Platte, deren Motto nicht passender hätte zusammengefasst werden können, als es ihr Titel tut. Dadurch, dass byelin seine Selbstzweifel und Unsicherheiten demaskiert, sich seinen Dämonen stellt und ihnen den Kampf erklärt, eröffnet er Perspektiven für all diejenigen, die der der Hoffnungslosigkeit verfallen zu sein meinen. „crawl underneath my blanket“ ist ein Funken in der Dunkelheit, ein einzeln stehender Stern am weiten Firmament.

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