REVIEW: Ed Carlsen „Grains of Gold“

Wo die Freiheit wohl grenzenlos ist: Ed Carlsen sprengt mit „Grains of Gold“ die Fesseln des Hier und Jetzt.

Als ausgebildeter Pilot weiß Ed Carlsen, wie es sich anfühlt, in Richtung Himmel abzuheben. Über Wolken hinweg zu gleiten, umgeben von nichts als endlosem Blau. Vielleicht ist es dieser Tatsache geschuldet, dass seine Musik so schwerelos klingt, so erhaben und anmutig. Mit „Grains of Gold“ begibt sich der Tausendsassa, dem das Komponieren irgendwann sinnstiftender erschien als das Fliegen, auf die Suche nach dem fiktiven Ort Larya. Ein mentales Refugium, durch das Carlsen schon mehrfach in seinen Träumen wandelte. Ein Fleckchen Glückseligkeit. Friedvoll, still und harmoniegeschwängert. Genauso wie die Stücke auf „Grains of Gold“. Elegant umarmen synthetische Arrangements Klaviermelodien und fusionieren zu einem berauschenden Chillout/Ambient-Gemisch. Elektronische Soundspielereien voller Euphorie dominieren das Geschehen, geknüpft an eine mitreißende Aufbruchsstimmung. Man fühlt sich als Zuhörende*r umgehend beflügelt, ebenfalls Streifzüge in parallele Welten unternehmen zu wollen und den drögen Alltag ein für alle Mal in seine Schranken zu verweisen. Wenn Musik derart leicht zur Gedankenflucht einzuladen vermag, dann verdient sie mit Nachdruck das Prädikat „besonders wertvoll“.

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