REVIEW: Dominik Eulberg „Avichrom“

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Dominik Eulberg lädt mit „Avichrom“ dazu ein, sich farbenfrohen Vogelschwärmen anzuschließen und mental davon zu fliegen.

Als Naturschützer, Autor des Wissensbuches des Jahres 2020/2021 („Mikroogasmen überall“), DJ und Produzent mit Vogelart im Nachnamen lag es beinahe auf der Hand, dass Dominik Eulberg sich auch klangtechnisch irgendwann dem Wunder all der gefiederten Wesen an unseren Himmeln würde widmen müssen. Mit „Avichrom“ tut er genau das und huldigt der Artenvielfalt beflügelter Lebewesen. Benannt nach verschiedensten Exemplaren versuchen die Tracks der Platte die bunten Federkleider von unterschiedlichen Vögeln mithilfe technoider Beats zu reflektieren und verkörpern. Eine abstrakte Idee, die aber funktioniert, wenn man sich als Hörer*in darauf einlässt. Es bereitet wirklich Spaß, sich auszumalen, wie der Vogel zu den Sounds, die man hört, aussehen könnte. Zu fantasieren, wie er sich bewegt, wo er lebt und was für Geräusche er produziert. Zum Abgleich bietet Eulberg dann gleich noch eine visuelle Unterstützung in Form eines passenden Kartensatzes, den es auf seiner Website zu erstehen gibt. In Zeiten, in denen viele Experten immer wieder betonen, dass das Album als Format tot sein, ein wirklich kreativer Gegenbeweis. Konzeptionell wie auch qualitativ ist „Avichrom“ ein Genuss.


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