Zwischen Faszination, Wachsamkeit und Sorge: „1 0 0 1“ von Dustin O’Halloran ist ein von Ambivalenzen durchzogenes Werk, das sich mit den Auswirkungen der Mensch-Maschine-Interaktion auseinandersetzt.
Haben wir mit der Erfindung und Förderung künstlicher Intelligenz nur die Tür zum Fortschritt geöffnet oder am Ende die Büchse der Pandora aufgestoßen? Nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in der Gesellschaft wird zunehmend darüber diskutiert, ob und inwieweit die zunehmende Technologisierung für unsere Zukunft auf diesem Planeten nützlich oder gar gefährlich sein könnte. Während die Industrialisierung eine gewisse Anlaufzeit benötigte, um ihre teilweise verheerende Wirkung zu entfalten, haben es Computer, Netzwerke und Co. in einem Bruchteil der Zeit geschafft, die Erde und ihre Bewohner völlig auf den Kopf zu stellen. Wir nehmen kaum noch wahr, wie sehr unser Alltag von digitalen Prozessen und Strukturen abhängt. Den Emmy-nominierten Komponisten Dustin O’Halloran und seine Kollegin, die Tänzerin und Choreografin Fukiko Takase, verbindet seit langem die Begeisterung für mögliche Dys- und Utopien, die sich aus der Thematik ergeben könnten. Als die beiden begannen, erste Ideen und Visionen für ein gemeinsames Tanzstück zu entwickeln, war die Welt noch eine andere und vieles von dem, was heute im Fokus des Diskurses steht, ein reines Hirngespinst. 2019 feierte „1 0 0 1“ in seiner ursprünglichen Form Premiere, musste dann aber aufgrund der Covid-Pandemie wieder von der Bühne verschwinden. In den vergangenen Monaten nutzte O’Halloran seine Kapazitäten, um „1 0 0 1“ in seiner Wahlheimat Island noch einmal durchzuarbeiten und schließlich alle vier Sätze des Stücks aufzunehmen. Unterstützt wurde er dabei vom Violinisten Bryan Senti, einem achtstimmigen Chor, dem Budapest Art Orchestra, Paul Corley (Sigur Rós) an den Synthesizern und Francesco Donadello als Abmischer. Er hätte kein besseres Team finden können, um die Schönheit seiner musikalischen Ideen würdig einzufangen. „1 0 0 1“ ist ein ebenso zartes wie opulentes Zeugnis. Beginnend mit zarten organischen Impulsen in der Eröffnung „Spiritus Naturae Aeternus“ (Der ewige Geist der Natur), entrollen O’Halloran und sein Gefolge im Folgenden die wohltuende „Cymatic Love Spiral“ – den vitalsten Teil von „1 0 0 1“ – um dann über die elektrifizierte „Harmonic Dream Sequence“ zum fast bedrohlichen, von Drone-Sounds dominierten Finale „Transfigural Syntax Eclipse“ zu gelangen. Sowohl konzeptionell als auch in der Umsetzung besticht Dustin O’Halloran durch einen kreativen Perfektionismus, der sich nicht wie ein solcher anfühlt. Weder statisch, noch herzlos. Dem gebürtigen Amerikaner ist ein Opus Magnum von existenzieller Bedeutung und bestechender Brillanz gelungen.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Deutsche Grammophon/Universal Music zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 2: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 3: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „1 0 0 1“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an kontakt@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 31.03.2024. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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