Vergleiche mit Künstler*innen wie Anohni oder Perfume Genius sind hier keinesfalls zu hoch gegriffen: Die EP «Absence» von Becky zeigt, dass es auch in Deutschland beeindruckende queere Talente internationalen Formats gibt.
Im Schutz der eigenen Wohnung hat die Berliner Travestiekünstlerin Becky ihre mittlerweile dritte EP produziert und dabei zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen. So benutzt sie Gegenstände aus der Umgebung als Instrumente, verfremdet ihre Stimme und spannt einen klanglichen Bogen, der von knarzendem Altrock über experimentellen Jazz bis hin zu Artpop reicht. Noch mutiger, aber auch fokussierter als auf den beiden Vorgänger-EPs, stillt Becky unsere Sehnsucht nach einem ersten Longplayer.
Diese Review erscheint in der kommenden Printausgabe des Mannschaft Magazins.


Kommentar verfassen