We Are Scientists machen es anderen gleich und wandern mit „Qualifying Miles“ in Richtung Vergangenheit, zurück zu der Geburtsstunde ihrer Relevanz im kulturellen Gesamtgeschehen.
Als verlässliche Größe im Indie- bzw. Alternative-Rock-Bereich können We Are Scientists auf eine stabile Karriere zurückblicken. Zwar mag diese ihren Höhepunkt Anfang der 2000er Jahre gehabt haben, als jene Genres die Musikwelt noch dominierten, trotzdem gelten die New Yorker auch heute noch als Live-Act, der Spaß verspricht, und sie verkaufen genug Tickets, um durch Europa touren zu können. Erst kürzlich waren sie in Berlin zu Gast und präsentierten neben Gassenhauern aus ihrem Backkatalog erste Auszüge aus ihrem mittlerweile neunten Studioalbum „Qualifying Miles“, das jetzt auf dem von Herbert Grönemeyer gegründeten Label Grönland Records erscheint. Die Band selbst sagt – wie viele ihrer Kollegen aktuell auch –, dass sie mit der Platte zu ihren Anfangszeiten und darüber hinaus zurückgekehrt sei. Das heißt, bis hin zum gitarrenlastigen Rock der 90er Jahre, der sie vor ziemlich genau zwei Dekaden zu ihrem Debüt „With Love and Squalor“ (2005) inspiriert hatte. Hier sind wir nun also und erleben ein Rock-Trio, das mehr oder weniger bewusst versucht, so zu klingen wie damals, als es seinen Durchbruch feierte. Tatsächlich gelingt das We Are Scientists ganz gut. Nur befinden wir uns eben nicht mehr am Anfang des noch frischen Millenniums, sondern ein Vierteljahrhundert weiter. Folglich ist das, was „Qualifying Miles“ zu bieten hat, leider nichts, das heute noch für große Begeisterungsstürme sorgen dürfte. An den entscheidenden Stellen klingen die Songs etwas zu geschliffen und gezähmt, um einen wirklich aus den Socken zu reißen. Auch finden sich auf der Platte keine wirklichen Experimente oder Weiterentwicklungen, was aber auch nicht der Anspruch war. Die in die Jahre gekommenen Indierocker liefern genre-typische Klangspielereien, aufgepeppt mit elektronischen Impulsen und Pop-Anleihen. Und doch lohnt es sich, „Qualifying Miles” eine Chance zu geben, wenn man sich für einen Moment wieder daran erinnern möchte, wie es sich angefühlt hat, als man einst in den geliebten Indie-Club kam und auf die Tanzfläche trat, auf der bereits etliche Kerle in Röhrenjeans und Mädels mit locker hochgebundenen Dutts zu Songs wie „Nobody Move, Nobody Get Hurt” oder „The Great Escape” tanzten.

GEWINNSPIEL
Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Rewika Promotion zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.
Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Qualifying Miles“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 20.07.2025. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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