PREMIERE: Simone White „Blueprint“

Die gebürtige Hawaiianerin Simone White kann auf eine über 20-jährige Karriere als Singer-Songwriterin zurückblicken. Diese führte sie um die ganze Welt – unter anderem an der Seite von Acts wie Little Dragon, Nouvelle Vague oder Damon Albarn – und brachte eine Reihe beeindruckender Alben hervor. „I Am The Man“ (2007), „Yakiimo“ (2009) oder zuletzt „Letter to the Last Generation“ (2019) zeigen – neben einigen weiteren LPs -, wie sehr White es beherrscht, feingliedrigen, mit höchst reflektierten Texten versehenen Alternative Pop zu machen. Im März erwartet uns eine Akustik-EP, im Mai erscheint eine neue Version „Letter to the Last Generation“ via Ghost Palace auf Vinyl. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, gab es am letzten Freitag eine remasterte Version des Songs „Blueprint“. Ursprünglich hatte White diesen Anfang der 2000er Jahre als Gedicht konzipiert.

„Die erste Version entstand zusammen mit einem Freund, der in seinem Schlafzimmer auf der E-Gitarre klimperte. Wenn ich live spielte, sang ich ihn a cappella. Dies ist die zweite Aufnahme, die ich davon gemacht habe, mit einem wunderschönen Streicharrangement des neoklassischen Komponisten Brent Arnold.“

„Blueprint“ handelt davon, wie willkürliche und wenig durchdachte Strukturen ein Eigenleben entwickeln können und am Ende von ganzen Massen an Menschen befolgt werden, ohne dass sie kritisch hinterfragt werden. Vor allem das Konstrukt des Geldes und der daraus erwachsene Kapitalismus mit seiner Gier prangert Simone White in diesem Zusammenhang an. Bei uns feiert das Video zu „Blueprint“ heute exklusiv Premiere.

„Obwohl die Botschaft des Songs eine Art düstere Vision einer Stadt und der Moderne ist, finde ich das Video in seiner hektischen Überspanntheit irgendwie schön und beruhigend. Und ich liebe die Spuren der Menschen darin. Ich habe einen Freund in New York gefragt, ob er jemanden kennt, der mir ein verrücktes, vielschichtiges Video machen könnte. Mark Benjamin, der seit Jahren Filmmaterial von New York City sammelt, war genau der Richtige. Er nahm meine Notizen und machte sich an die Arbeit, um etwas absolut Faszinierendes und Hypnotisches zu schaffen.“

Wer Simone White live erleben möchte, hat ab dieser Woche übrigens die Gelegenheit dazu, da sie zusammen mit Daniel Benyamin durch verschiedene Locations in Deutschland tourt.

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