WIN: Markus Nikolaus „The Acid Kids“

Alles andere als ätzend: „The Acid Kids“ ist die Essenz dessen, was den kreativen Geist von Markus Nikolaus umtreibt – und der hat ziemlich wilde und weitschweifende Gedanken.

Mit dem Duo Lea Porcelain lieferten Markus Nikolaus und Julien Bracht nicht nur zwei grandiose Alben – „HYMNS TO THE NIGHT“ (2017) und „Choirs To Heaven“ (2021) –, sie bewiesen auch, dass Deutschland durchaus Talente zu bieten hat, deren Sound nicht auf Hamburg, Berlin und Co. beschränkt ist. Ihre düstere und gleichzeitig edgy gestaltete Interpretation von New Wave und Post-Punk der 80er-Jahre katapultierte Lea Porcelain schnell auf etliche Listen von Tastemaker-Medien, die die großen Nachwuchshoffnungen präsentieren. Kein Wunder also, dass Fans bereits auf ein drittes Album warten – doch das wird es vorerst nicht geben. Stattdessen arbeitete Markus Nikolaus in den letzten Jahren an einem Soloalbum. Dieses beschreitet andere klangliche Pfade als jene, auf denen er mit Lea Porcelain wandelte. Zwar bleibt der Grundton kantig und es dominieren düstere, elektronische Beats, doch Markus Nikolaus erweitert auf „The Acid Kids“ sein Spektrum – vor allem in Richtung EDM, Industrial und Psychrock, wobei manchmal auch Trip-Hop-Einflüsse oder Rave-Anleihen zu hören sind. Ein kluger Schachzug, der ihn davor bewahrt, den Fehler zu machen, den viele seiner Kolleg*innen begehen. Nämlich im wahrsten Sinne des Wortes die immer gleiche Platte aufzulegen. Markus Nikolaus tut das nicht, sondern erforscht Randbereiche dessen, wofür er und seine Musik bis dato standen. Damit dürfte es ihm gelingen, genug Brücken zu bauen, um sein bestehendes Publikum nicht zu verlieren und gleichzeitig neue Hörer*innen für sich zu gewinnen. Es macht Spaß, mitzuerleben, wie Nikolaus in verschiedene Rollen schlüpft, um sich und sei So muss man bei einem Titel wie „SINNER“, bei dem Pnksnd als Gastfeature dabei ist, zum Beispiel an ein sinnliches Zusammenspiel à la Tricky und Martina Topley-Bird denken. Bei dem Nachfolgetrack „Hold Me Close“ geht es dagegen deutlich verträumter und sphärischer zu. Der Wechsel von Stil, Rhythmik und Tempo macht „The Acid Kids“ zu einem eklektischen Album, mit dem man sich gerne länger beschäftigt. „Länger“ trifft es dabei generell ganz gut, denn mit 17 Tracks und einer Gesamtdauer von circa 70 Minuten läuft die LP dem Trend der Verkürzung, wie wir ihn aktuell vielerorts erleben, bewusst entgegen und zollt dem Album als Format Anerkennung. Ebenfalls ein schlauer Schachzug: So hat Markus Nikolaus direkt genug Material, um die Setlist seiner Soloshows zu füllen und sich als eigenständiger Act von seiner Bandherkunft zu emanzipieren. Von rau bis zart, von dröhnend bis leise wispernd, von ungezähmt bis besänftigt – „The Acid Kids“ bietet uns die Vielfalt, die das künstlerische und das reale Leben ausmacht.ne kreative Identität weiter kennenzulernen.



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Kathrin Wagmüller PR zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „The Acid Kids“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 01.03.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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