WIN: Kiiōtō „Black Salt“

Die Reise von Lou Rhodes und Rohan Heath als Kiiōtō geht weiter: „Black Salt“ setzt nahtlos da an, wo der Vorgänger „As Dust We Rise“ endete.

Nachdem es kurz so gewirkt hatte, als ob Lou Rhodes, die markante Stimme und eine Hälfte der 90er-Jahre-Sensation Lamb, ihren musikalischen Ruhestand eingeläutet habe, kehrte sie 2024 mit dem Projekt Kiiōtō an der Seite des Pianisten Rohan Heath zurück. „As Dust We Rise“ war der prägnante und prophetische Albumtitel ihres gemeinsamen Debüts und markierte einen stilistischen Bruch in Rhodes‘ Karriere. Statt der gewohnten elektrifizierten Elemente aus Ambient, Trip-Hop oder Drum’n’Bass oder dem ätherischen Folk ihrer Soloarbeiten konzentrierten sich die Stücke stärker auf das, was auch Lamb als Ying im Yang – oder umgekehrt – gedient hatte. Nämlich avantgardistisch angehauchte Einflüsse aus Jazz und Soul, gepaart mit Broken Beats. Eine interessante Mischung, die jedoch, wie zu erwarten war, nur ein nischiges Publikum ansprach. Denn was es für die Stücke aus der Feder von Kiiōtō braucht, ist unbedingte Aufmerksamkeit und den Willen, die eigenen Hörgewohnheiten herauszufordern. Mit „Black Salt“ gibt es nun den Nachfolger zu „As Dust We Rise“. Die besagte Rezeptur wird dabei erneut als Grundgerüst genutzt. Zentral sind also vor allem Klavier (bzw. im Verlauf auch Keyboard), Trompete, Kontrabass, sanfte Drums und Rhodes-Gesang, der als Quasi-Instrument jederzeit den Hauptfokus der Tracks bildet. Textlich sinniert das Duo derweil über typische Themen unserer modernen Zeit, beispielsweise den Einfluss sozialer Medien auf die Zwischenmenschlichkeit oder auch toxische Maskulinität und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. „Black Salt“ ist eine zugleich erwartbare wie auch ambitionierte LP. Erwartbar, weil sie den Sound Kiiōtōs weiter etabliert, statt mit ihm zu brechen und ihn direkt weiterzuentwickeln. In der zweiten Hälfte der Platte liegt der Schwerpunkt auf souligen Arrangements, die ein wenig an frühere Kolleg*innen von Rhodes wie Morcheeba erinnern und somit auch an ihre Vergangenheit. Beispiele hierfür sind die Stücke „Little Axe” oder „Paper Ships”. Ambitioniert ist das Album hingegen, da es bewusst gegen aktuelle Trends aufbegehrt und unterstreicht, dass Musik zur Kunstform wird, wenn sie sich traut, nicht gefällig zu sein. Das funktioniert besonders gut im Live-Kontext. Man darf sich jetzt schon darauf freuen, wenn Kiiōtō wieder auf Tour gehen, um für einen Moment die Zeit anzuhalten und den entstandenen Raum mit ihren besonderen Songs zu füllen.



GEWINNSPIEL

Wir verlosen ein Vinyl-Exemplar, das uns unsere Freunde von Beats International zur Verfügung gestellt haben. Um zu gewinnen, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Mastodon-Page und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 2: Werdet unser Bluesky-Follower, gebt dem dort befindlichen Gewinnspiel-Post einen Like und kommentiert ihn mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 3: Folgt uns bei Instagram und kommentiert den dort befindlichen Gewinnspiel-Post mit „Ich brauche Musik auf die Ohren!“.

Möglichkeit 4: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Black Salt“ und dem Inhalt „Ich brauche Musik auf die Ohren!“ an gewinnspiel@einenhabichnoch.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Mastodon, Bluesky und/oder Instagram mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 26.04.2026. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Unsere Preise verschicken wir nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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