WIN: Sóley „Don’t Ever Listen“

Soley by Ingibjörg BirgisdóttirIm Mai forderte Soléy ihre Dämonen zu einem Tanz auf. „Ask The Deep“, der Nachfolger zu ihrem gefeierten Debüt „We Sink“ (2011), überraschte mit düsteren Texturen und herzzerreißenden Lyrics. Konsequenter als je zuvor beschwor Soléy ein auditives Schattenreich herauf, welches einzig von einem zarten Hoffnungsschimmer durchdrungen werden konnte. Während ihre Hörer mit der schier unlösbaren Aufgabe konfrontiert waren, dem Rätsel um die mysteriöse Songwriterin auf den Grund zu gehen, besann sie selbst sich derweil auf die Fertigstellung eines Projekts, dessen Wurzeln bis in das Jahr 2013 zurückreichten. Nach „Krómantík“ (2014) veröffentlicht Sóley mit „Don’t Ever Listen“ die zweite EP innerhalb eines Zyklus aus drei geplanten Releases, die jeweils ein Instrument aus dem Repertoire der Multiinstrumentalistin in den Fokus stellen wollen. Wo sich „Krómantík“ auf schrille Klavierminiaturen stütze, dessen Rohfassungen aus Sóleys Studienzeit stammen, baut „Don’t Ever Listen“ hingegen auf fragile Gitarrenarrangements.

Don't Ever ListenEin Coversong stellt das Eröffnungsstück der fünf Titel umfassenden EP „Don’t Ever Listen“ dar. Genauer gesagt eine Neuinterpretation von The Knifes „NY Hotel“, das sich wiederum auf deren selbstbetiteltem Erstlingswerk finden lässt. Folgt Sóleys Version zu Beginn noch recht strikt der ihr vorliegenden Blaupause, geht sie ab einem gewissen Punkt dann jedoch ihren eigenen Weg, indem sie den spröden Charme der Anfangsakkorde einfach beibehält, anstatt wie vorgesehen in elektronischere Sphären abzudriften. Somit bildet Sóleys „NY Hotel“ eine liebevolle Hommage, die die Grundstimmung des Originals perfekt herausarbeitet und auf eigenständige Art und Weise zelebriert. Auch „Wedding“, „While I Sleep (Scary Adventures)“ und das namensgebende „Don’t Ever Listen“ nutzen den Charme der Lo-Fi-Produktion, um sich in das Gedächtnis ihrer Hörer einzubrennen. Während im Hintergrund Sóleys Katze Tóa miaut und die Gitarrensaiten zart zu Kratzen beginnen, verliert sich die sanfte und doch eindringliche Stimme der Isländerin im Rausch der Aufnahmen. Einzig das finale „I Will Find You“ will nicht so wirklich zu seinen Vorgängern passen, was vor allem an seinen schweren Pianomelodien liegt, die man zudem aufgrund des hinter der EP stehenden Konzepts kaum erwartet hätte. Und doch ist das Stück für sich genommen wieder einer dieser melancholischen Glanzmomente, aufgrund derer Sóley zu den interessantesten Musikern der Gegenwart zählt.


Um ein Vinyl-Exemplar von Sóleys EP „Don’t Ever Listen“ zu ergattern, das uns Morr Music zur Verfügung gestellt hat, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Sóley“ an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 02.11.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Sóley gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite

Ein Kommentar

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  1. Hab ich dieses Jahr live gesehen. Sehr zu empfehlen

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